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		<title><![CDATA[Autismus-Selbsthilfe & Info-Forum  - Alltagsgeschichten]]></title>
		<link>https://www.autism4all.at/</link>
		<description><![CDATA[Autismus-Selbsthilfe & Info-Forum  - https://www.autism4all.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 07:52:31 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Von Annette Hager Leben mit Autismus]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=187</link>
			<pubDate>Sun, 26 Jun 2022 05:05:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=187</guid>
			<description><![CDATA[Diversity Day: Autismus - Leben in einer anderen Welt<br />
<br />
<br />
Sie sehen, hören, riechen, fühlen anders und verarbeiten alle Eindrücke auf andere Art: Etwa 800.000 Menschen, die in Deutschland mit Autismus leben. Das entspricht einem Prozent der Bevölkerung.<br />
<br />
Von Annette Hager<br />
<br />
Man spricht von einer Autismus-Spektrum-Störung, weil es ein Spektrum gibt, das von kaum merkbaren Symptomen bis zu einer schweren Behinderung reicht. Autisten nehmen die Welt mit ihren Sinnen ganz anders wahr: Schnell können ungefiltert und gleichwertig auf sie einprasselnde Eindrücke zur quälenden Reizüberflutung werden: Interaktion und Kommunikationsverhalten sind anders und es kostet Autisten enorme Energie, ein "normales" Leben in der "neurotypischen" Gesellschaft zu führen.<br />
<br />
Späte Diagnose<br />
Bis zur Diagnose ist es oft ein langer, qualvoller Weg: so war es auch bei Regine Winkelmann, Jahrgang 1964. Erst als bei ihren vier Kindern massive Schulprobleme – bis hin zur Schulverweigerung, Zusammenbrüchen und häufigen Krankheiten – auftauchten, begann die Suche nach Ursachen und Lösungen. So wurde sie selbst erst mit 47 Jahren als Asperger-Autistin erkannt mit der zusätzlichen Diagnose ADHS.<br />
<br />
Schule war eine Katastrophe<br />
Regine Winkelmann zeichnet unter einem Baum.Unerlässlich: Ruhe- und Erholungszeiten<br />
Ihre eigene Schulzeit, erinnert sich Regine Winkelmann, war eine Katastrophe. Das Gefühl, irgendwie falsch zu sein und nicht dazu zu gehören, begleitet sie seit frühester Kindheit. "Man hat immer wieder gespiegelt bekommen, dass man nicht adäquat reagiert", sagt sie. Regine Winkelmann begann deshalb, andere zu beobachten und ihr Verhalten, ihre Sprache und ihren Umgang nachzuahmen: "Man macht dann vielleicht vieles irgendwann 'richtig', aber es fühlt sich ja trotzdem falsch an", berichtet sie. Man könne natürlich lernen, gut zu verbergen, was man empfindet, aber deshalb höre man nicht auf, so zu fühlen. Das sei eine permanente Anstrengung."<br />
<br />
Bürde und Bereicherung<br />
Detailverliebtheit, große Empfindsamkeit und Empathie bereichern aber auch das Leben der Heilpraktikerin und großartigen Zeichnerin: Oberflächlichkeit und Langeweile sind ihr fremd. Wenn Autisten sich in etwas hineinbegeben, was sie interessiert, dann wird das schnell zur Obsession. Man nennt das auch "Spezialinteresse". Das ist die beste Voraussetzung, um auf einem Gebiet ein Experte zu werden. Als Expertin für ihre eigene Neurodiversität hat Regine Winkelmann Bücher geschrieben und einen regelmäßigen Autismuskongress ins Leben gerufen.<br />
<br />
Aufklärung<br />
Regine Winkelmann hält eine Rede vor Publikum. Thema: "Autismus in der Regelschule"Eine Herzensangelegenheit von Regine Winkelmann: Der Autismuskongress<br />
Als Referentin und Beraterin will Regine Winkelmann umfassender über Autismus aufklären: Vor allem Menschen, die beruflich mit Autisten zu tun haben, wie Lehrer, Mediziner, Therapeuten, Erzieher etc. Besonders autistische Kinder an Regelschulen bekommen oft Hilfen verweigert, berichtet sie. Lehrer sagten häufig: "Hey, da muss er aber langsam lernen, sich besser anzupassen, da muss er jetzt mal durch." Es fehle das Wissen, dass man Autismus weder aberziehen noch wegtherapieren kann, sondern dass er eben bleibe. Aus diesem Grund sind ein anderer Blick, Verständnis und veränderte Rahmenbedingungen unerlässlich in einer wirklich diversen Gesellschaft.<br />
<br />
<br />
<a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/autismus-leben-in-einer-anderen-welt-100.html" rel="noopener" class="mycode_url">Quelle</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Diversity Day: Autismus - Leben in einer anderen Welt<br />
<br />
<br />
Sie sehen, hören, riechen, fühlen anders und verarbeiten alle Eindrücke auf andere Art: Etwa 800.000 Menschen, die in Deutschland mit Autismus leben. Das entspricht einem Prozent der Bevölkerung.<br />
<br />
Von Annette Hager<br />
<br />
Man spricht von einer Autismus-Spektrum-Störung, weil es ein Spektrum gibt, das von kaum merkbaren Symptomen bis zu einer schweren Behinderung reicht. Autisten nehmen die Welt mit ihren Sinnen ganz anders wahr: Schnell können ungefiltert und gleichwertig auf sie einprasselnde Eindrücke zur quälenden Reizüberflutung werden: Interaktion und Kommunikationsverhalten sind anders und es kostet Autisten enorme Energie, ein "normales" Leben in der "neurotypischen" Gesellschaft zu führen.<br />
<br />
Späte Diagnose<br />
Bis zur Diagnose ist es oft ein langer, qualvoller Weg: so war es auch bei Regine Winkelmann, Jahrgang 1964. Erst als bei ihren vier Kindern massive Schulprobleme – bis hin zur Schulverweigerung, Zusammenbrüchen und häufigen Krankheiten – auftauchten, begann die Suche nach Ursachen und Lösungen. So wurde sie selbst erst mit 47 Jahren als Asperger-Autistin erkannt mit der zusätzlichen Diagnose ADHS.<br />
<br />
Schule war eine Katastrophe<br />
Regine Winkelmann zeichnet unter einem Baum.Unerlässlich: Ruhe- und Erholungszeiten<br />
Ihre eigene Schulzeit, erinnert sich Regine Winkelmann, war eine Katastrophe. Das Gefühl, irgendwie falsch zu sein und nicht dazu zu gehören, begleitet sie seit frühester Kindheit. "Man hat immer wieder gespiegelt bekommen, dass man nicht adäquat reagiert", sagt sie. Regine Winkelmann begann deshalb, andere zu beobachten und ihr Verhalten, ihre Sprache und ihren Umgang nachzuahmen: "Man macht dann vielleicht vieles irgendwann 'richtig', aber es fühlt sich ja trotzdem falsch an", berichtet sie. Man könne natürlich lernen, gut zu verbergen, was man empfindet, aber deshalb höre man nicht auf, so zu fühlen. Das sei eine permanente Anstrengung."<br />
<br />
Bürde und Bereicherung<br />
Detailverliebtheit, große Empfindsamkeit und Empathie bereichern aber auch das Leben der Heilpraktikerin und großartigen Zeichnerin: Oberflächlichkeit und Langeweile sind ihr fremd. Wenn Autisten sich in etwas hineinbegeben, was sie interessiert, dann wird das schnell zur Obsession. Man nennt das auch "Spezialinteresse". Das ist die beste Voraussetzung, um auf einem Gebiet ein Experte zu werden. Als Expertin für ihre eigene Neurodiversität hat Regine Winkelmann Bücher geschrieben und einen regelmäßigen Autismuskongress ins Leben gerufen.<br />
<br />
Aufklärung<br />
Regine Winkelmann hält eine Rede vor Publikum. Thema: "Autismus in der Regelschule"Eine Herzensangelegenheit von Regine Winkelmann: Der Autismuskongress<br />
Als Referentin und Beraterin will Regine Winkelmann umfassender über Autismus aufklären: Vor allem Menschen, die beruflich mit Autisten zu tun haben, wie Lehrer, Mediziner, Therapeuten, Erzieher etc. Besonders autistische Kinder an Regelschulen bekommen oft Hilfen verweigert, berichtet sie. Lehrer sagten häufig: "Hey, da muss er aber langsam lernen, sich besser anzupassen, da muss er jetzt mal durch." Es fehle das Wissen, dass man Autismus weder aberziehen noch wegtherapieren kann, sondern dass er eben bleibe. Aus diesem Grund sind ein anderer Blick, Verständnis und veränderte Rahmenbedingungen unerlässlich in einer wirklich diversen Gesellschaft.<br />
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<a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/autismus-leben-in-einer-anderen-welt-100.html" rel="noopener" class="mycode_url">Quelle</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Glück gehabt]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=113</link>
			<pubDate>Thu, 22 Apr 2021 14:07:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=0">marisondasilva</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=113</guid>
			<description><![CDATA[Dieser Beitrag erschien auf meinem Blog unter: <a href="https://jimsjourney.at/glueck-gehabt/" rel="noopener" class="mycode_url">https://jimsjourney.at/glueck-gehabt/</a><br />
<br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b]<span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Glück gehabt</span></span></span></span>[/b]</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Jim rennt wie ein Wilder über den Spielplatz. Dabei ist er völlig zufrieden mit sich und bei sich. Er interessiert sich für die kleineren Kinder. Die stellen nämlich keine so komplexen Sprachanforderungen an ihn. Die Großen findet er auch cool, wie sie kicken oder Körbe werfen. Sie lassen ihn mitmachen. Und solange er zwischen ihren Beinen rumrennt, spielen sie auch nach seinen Regeln. Bei Gleichaltrigen schaut Jim gern einfach zu. Und wenn es ihm zu langweilig wird, nimmt er Kurs auf die Rutsche oder den Kletterturm und tobt sehr glücklich allein über die Geräte. Er holt sich bei allen Gruppen das, was er braucht. Und geht, wenn es nicht mehr das Richtige für ihn ist. Das mal vorweg.</span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Willkommen in „den Gruppen“</span></span></span></span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Austausch suchen – das war das erste, das ich nach Jims Diagnose tat. Eine Gruppe für mich finden. Geht wahrscheinlich den meisten Menschen so. Völlig wahllos bin ich in lauter Facebook-Gruppen eingetreten, die sich mit dem Thema Autismus beschäftigen. Ich habe Blogs gelesen, Foren durchkämmt, ich wollte möglichst viel erfahren. Von Autist*innen, von Eltern autistischer Kinder und Expert*innen. Erstmal aufsaugen. Und natürlich auch selbst erzählen. In unserem Bekannten- und Verwandtenkreis gibt es – soweit wir wissen – keine autistischen Kinder. Also habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Um zu erzählen, aufzuklären und zu erklären, ohne jedes Treffen zu einer Lehrstunde ausarten zu lassen. Im echten Leben und in der Social Media-Welt haben sich drei Gruppen hervorgetan, die zum Teil unterstützend und hilfreich, aber mindestens ebenso herausfordernd und zermürbend sind. Alle drei Gruppen haben etwas gemeinsam: die Ansage „Glück gehabt!“.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gruppe der Eltern mit neurotypischen Kindern</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Glück gehabt“ höre ich oft von anderen Eltern mit neurotypischen Kindern. Glück gehabt im Sinne von: man merkt Jim ja erstmal gar nichts an. Er geht fast als neurotypisch durch. Die nett verpackte Variante von: Gott sei Dank nicht ganz behindert. Und Glück gehabt, weil gesund. Überhaupt ist der Satz, den ich auch so oft gesagt habe, „Hauptsache gesund!“ echt bescheuert. Denn er kommt meist von denen, die sich nicht mit Dingen abseits der Norm auseinandersetzen müssen. Aber gut, ist lieb gemeint. Ich kann auch nicht immer nur streng sein mit denen, die nicht in unserer Situation sind.</span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Diese Gruppe ist mir eigentlich die liebste, auch wenn sie am weitesten von unserem Leben entfernt ist. Wenn man das peinliche Rumgeeier um die Themen Autismus („macht ja nix!!“) und Sprachentwicklung („wirst sehen, das kommt noch. Jim ist schlau, der holt das alles auf!“) hinter sich gebracht hat, kann sich die Unterhaltung wieder um ganz andere belanglose Dinge drehen. Und das tut gut. </span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gruppe der Eltern autistischer Kinder</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Glück gehabt“ höre ich auch von anderen Eltern autistischer Kinder. Glück gehabt im Sinne von: euch hat’s ja gar nicht schlimm getroffen, bei euch ist ja nur die Kommunikation ein Thema. Keine Aggression oder sowas. Jim nimmt keine Medikamente. Jim schläft. Jim isst (nur nicht, wenn ich koche). Jim spielt. Es gibt keine zusätzliche Diagnose. Jim hat „nur“ Autismus. Das war’s. Und genau da werd ich fuchsig, denn: wenn in dieser Gruppe schon eingeteilt wird nach „schlimm“ und „weniger schlimm“, wie sollen wir denn von anderen erwarten, genau das nicht zu tun? </span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Gruppe der Eltern autistischer Kinde ist eine Community. Hier glaubt man verstanden zu werden. Letztendlich – für mich – ein Trugschluss. Denn gerade hier zeigt sich, wie unterschiedlich die Kinder sind. Der Grundsatz „kennst du eine/n Autist*in, kennst du eine/n Autist*in“ wird wirklich nirgendwo deutlicher. Und auch die Eltern könnten unterschiedlicher nicht sein: Hier fliegen einem völlig überzogene Positivity und unfassbar bedrückende Negativity um die Ohren. Beides wirkt auf mich gleich toxisch. Hab ich einfach einen Bock drauf. „Unsere Kinder sind so etwas Besonderes, sie sind die besseren Menschen!“ empfinde ich als genauso verstörend wie das verzweifelte „mein Kind spricht nicht. Bitte sagt mir: gibt es die Hoffnung, dass er/sie irgendwann ganz normal spricht? Bin am Ende!“. </span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Was bei der Gruppe der Eltern autistischer Kinder allgegenwärtig ist, ist der Kampf. Alles ist Kampf. Andauernd wird gekämpft. Das ist wahrscheinlich auch der Punkt, der mich am meisten abschreckt. Ich kämpfe nicht gern. Ich bin nicht gut darin. Ich mache es gern recht. Auch wenn ich genervt bin von den Sachbearbeiter*innen in sämtlichen Ämtern, bleibe ich zuvorkommend und freundlich. Bis jetzt hat sich das immer als hilfreich erwiesen. Ich gehe nicht davon aus, dass mir andauernd Unrecht widerfährt oder jemand mir Böses will. Warum denn auch? Versteht mich nicht falsch, natürlich müssen wir uns für die Rechte und das Wohlbefinden unserer Kinder einsetzen. Zwischen einsetzen und kämpfen können aber Welten liegen. Es muss nicht immer martialisch werden. A little kindness goes a long way.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b](Anmerkung: der Fairness halber, es gibt durchaus auch Austauschgruppen für Eltern autistischer Kindern, die toll sind. Diese sind meist gut moderiert von Fachleuten. Das macht anscheinend den Unterschied.)</span>[/b]</span></span></span><br />
</span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gruppe der erwachsenen Autist*innen</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Glück gehabt“ höre ich auch in Gruppen von erwachsenen Autist*innen. Glück gehabt im Sinne von: gut, dass Du uns gefunden hast, wir erklären dir jetzt mal dein Kind. Als neurotypische Mutter eines autistischen Kindes fühle ich mich in dieser Gruppe oft als Teil der Kategorie „die Schlimmsten der Schlimmsten“. Sicher, viele Autist*innen haben bestimmt keine gute Erfahrungen mit ihrem neurotypischen Umfeld gemacht. Das spreche ich ihnen nicht ab. Und dass sie eher verhalten sind im Umgang mit NTs, kann ich bis zu einem gewissen Grad auch nachvollziehen. </span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und auch wenn ich weiß, dass Autist*innen ohne Umschweife und sehr direkt kommunizieren, muss ich zugeben, dass mich letzte Woche ein Kommentar unglaublich geärgert hat. Ums kurz zu machen: ich bekam erklärt, dass kein autistisches Kind therapiert werden muss. What? Nein, Moment. Das sehe ich anders. Zum einen: Therapie ist nicht gleich Therapie. Therapie ist nicht gleich Zwang. Und Therapie ist auch nicht unbedingt „ich dreh mir mein Kind so, dass es neurotypisch wirkt“. Zum anderen: Ein neurotypisches Kind, das irgendwo Herausforderungen hat, würde man ja auch fördern. Warum soll ich meinem Sohn keine Unterstützung zukommen lassen? Und mir selbst? Es geht nicht darum, ihn wie ein Dressurpferd zur Performance zu prügeln. Sondern es geht um den Erwerb von </span><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">life skills</span></span></span><span style="font-size: small;" class="mycode_size">, die er nunmal braucht, um ein eigenständiges Leben zu führen. Und weil er ganz offensichtlich anders lernt als andere Kinder, suche ich mir dafür Hilfe in Form von Therapeut*innen, die das übrigens super machen. Ich schicke ihn nicht mit vier Jahren zum Russisch-Unterricht, sondern Jim lernt einen Stift zu halten oder sich die Jacke selber an- und auszuziehen.</span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Vielleicht bin ich zu zart besaitet und nehme es zu persönlich. Aber es fällt mir schwer, mich auf Ratschläge einer Community einzulassen, wenn im gleichen Satz erwähnt wird, dass ich meinem Sohn zuviel zumute und ihn einfach mal so akzeptieren sollte, wie er ist, anstatt mich an ihm abzuarbeiten. Das hat mich mehr getroffen als mir lieb ist. Nun, ein Negativerlebnis macht die Gruppe nicht aus. Und ich bin sehr dankbar für die Einblicke, die Autist*innen in diesen Gruppen und Foren geben. Die Hilfestellung, die sie uns Eltern – aber letztendlich ja vor allem unseren Kindern – geben, ist unglaublich wertvoll. Das weiß ich zu schätzen. Jetzt hoffe ich, dass neurotypischen Eltern autistischer Kinder nicht immer gleich mit größter Skepsis begegnet wird. Viele von uns lieben ihre Kinder genau so wie sie sind und müssen sie gleichzeitig für die Anforderungen des Lebens rüsten. Die Aufgabe hat es in sich.</span><br />
</span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So ein Glück</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ich versuche, es wie Jim zu halten: ich nehme mir aus den Gruppen das, was mir hilft und mache mein Ding, wenn es mir zuviel wird. In keiner Gruppe fühle ich mich so zuhause, dass ich dort sesshaft werden möchte. Ich bleibe einfach auf Gruppenwanderschaft. </span><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">[b]„Glück gehabt“ denke ich, während ich Jim auf dem Spielplatz hinterherschaue. Glück gehabt im Sinne von: Jim zeigt mir, dass man gar nicht dazugehören muss. Man kann auch einfach bei sich selbst sein. Dieses Kind ist das pure Glück. Für mich, für uns.</span></span></span>[/b]</span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><img src="https://jimsjourney.at/wp-content/uploads/2021/04/Glu%CC%88ck-gehabt_1.jpg" loading="lazy"  width="210" height="210" alt="[Bild: Glu%CC%88ck-gehabt_1.jpg]" class="mycode_img" /><br />
</span></span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dieser Beitrag erschien auf meinem Blog unter: <a href="https://jimsjourney.at/glueck-gehabt/" rel="noopener" class="mycode_url">https://jimsjourney.at/glueck-gehabt/</a><br />
<br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b]<span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Glück gehabt</span></span></span></span>[/b]</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Jim rennt wie ein Wilder über den Spielplatz. Dabei ist er völlig zufrieden mit sich und bei sich. Er interessiert sich für die kleineren Kinder. Die stellen nämlich keine so komplexen Sprachanforderungen an ihn. Die Großen findet er auch cool, wie sie kicken oder Körbe werfen. Sie lassen ihn mitmachen. Und solange er zwischen ihren Beinen rumrennt, spielen sie auch nach seinen Regeln. Bei Gleichaltrigen schaut Jim gern einfach zu. Und wenn es ihm zu langweilig wird, nimmt er Kurs auf die Rutsche oder den Kletterturm und tobt sehr glücklich allein über die Geräte. Er holt sich bei allen Gruppen das, was er braucht. Und geht, wenn es nicht mehr das Richtige für ihn ist. Das mal vorweg.</span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Willkommen in „den Gruppen“</span></span></span></span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Austausch suchen – das war das erste, das ich nach Jims Diagnose tat. Eine Gruppe für mich finden. Geht wahrscheinlich den meisten Menschen so. Völlig wahllos bin ich in lauter Facebook-Gruppen eingetreten, die sich mit dem Thema Autismus beschäftigen. Ich habe Blogs gelesen, Foren durchkämmt, ich wollte möglichst viel erfahren. Von Autist*innen, von Eltern autistischer Kinder und Expert*innen. Erstmal aufsaugen. Und natürlich auch selbst erzählen. In unserem Bekannten- und Verwandtenkreis gibt es – soweit wir wissen – keine autistischen Kinder. Also habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Um zu erzählen, aufzuklären und zu erklären, ohne jedes Treffen zu einer Lehrstunde ausarten zu lassen. Im echten Leben und in der Social Media-Welt haben sich drei Gruppen hervorgetan, die zum Teil unterstützend und hilfreich, aber mindestens ebenso herausfordernd und zermürbend sind. Alle drei Gruppen haben etwas gemeinsam: die Ansage „Glück gehabt!“.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gruppe der Eltern mit neurotypischen Kindern</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Glück gehabt“ höre ich oft von anderen Eltern mit neurotypischen Kindern. Glück gehabt im Sinne von: man merkt Jim ja erstmal gar nichts an. Er geht fast als neurotypisch durch. Die nett verpackte Variante von: Gott sei Dank nicht ganz behindert. Und Glück gehabt, weil gesund. Überhaupt ist der Satz, den ich auch so oft gesagt habe, „Hauptsache gesund!“ echt bescheuert. Denn er kommt meist von denen, die sich nicht mit Dingen abseits der Norm auseinandersetzen müssen. Aber gut, ist lieb gemeint. Ich kann auch nicht immer nur streng sein mit denen, die nicht in unserer Situation sind.</span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Diese Gruppe ist mir eigentlich die liebste, auch wenn sie am weitesten von unserem Leben entfernt ist. Wenn man das peinliche Rumgeeier um die Themen Autismus („macht ja nix!!“) und Sprachentwicklung („wirst sehen, das kommt noch. Jim ist schlau, der holt das alles auf!“) hinter sich gebracht hat, kann sich die Unterhaltung wieder um ganz andere belanglose Dinge drehen. Und das tut gut. </span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gruppe der Eltern autistischer Kinder</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Glück gehabt“ höre ich auch von anderen Eltern autistischer Kinder. Glück gehabt im Sinne von: euch hat’s ja gar nicht schlimm getroffen, bei euch ist ja nur die Kommunikation ein Thema. Keine Aggression oder sowas. Jim nimmt keine Medikamente. Jim schläft. Jim isst (nur nicht, wenn ich koche). Jim spielt. Es gibt keine zusätzliche Diagnose. Jim hat „nur“ Autismus. Das war’s. Und genau da werd ich fuchsig, denn: wenn in dieser Gruppe schon eingeteilt wird nach „schlimm“ und „weniger schlimm“, wie sollen wir denn von anderen erwarten, genau das nicht zu tun? </span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Gruppe der Eltern autistischer Kinde ist eine Community. Hier glaubt man verstanden zu werden. Letztendlich – für mich – ein Trugschluss. Denn gerade hier zeigt sich, wie unterschiedlich die Kinder sind. Der Grundsatz „kennst du eine/n Autist*in, kennst du eine/n Autist*in“ wird wirklich nirgendwo deutlicher. Und auch die Eltern könnten unterschiedlicher nicht sein: Hier fliegen einem völlig überzogene Positivity und unfassbar bedrückende Negativity um die Ohren. Beides wirkt auf mich gleich toxisch. Hab ich einfach einen Bock drauf. „Unsere Kinder sind so etwas Besonderes, sie sind die besseren Menschen!“ empfinde ich als genauso verstörend wie das verzweifelte „mein Kind spricht nicht. Bitte sagt mir: gibt es die Hoffnung, dass er/sie irgendwann ganz normal spricht? Bin am Ende!“. </span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Was bei der Gruppe der Eltern autistischer Kinder allgegenwärtig ist, ist der Kampf. Alles ist Kampf. Andauernd wird gekämpft. Das ist wahrscheinlich auch der Punkt, der mich am meisten abschreckt. Ich kämpfe nicht gern. Ich bin nicht gut darin. Ich mache es gern recht. Auch wenn ich genervt bin von den Sachbearbeiter*innen in sämtlichen Ämtern, bleibe ich zuvorkommend und freundlich. Bis jetzt hat sich das immer als hilfreich erwiesen. Ich gehe nicht davon aus, dass mir andauernd Unrecht widerfährt oder jemand mir Böses will. Warum denn auch? Versteht mich nicht falsch, natürlich müssen wir uns für die Rechte und das Wohlbefinden unserer Kinder einsetzen. Zwischen einsetzen und kämpfen können aber Welten liegen. Es muss nicht immer martialisch werden. A little kindness goes a long way.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b](Anmerkung: der Fairness halber, es gibt durchaus auch Austauschgruppen für Eltern autistischer Kindern, die toll sind. Diese sind meist gut moderiert von Fachleuten. Das macht anscheinend den Unterschied.)</span>[/b]</span></span></span><br />
</span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gruppe der erwachsenen Autist*innen</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">„Glück gehabt“ höre ich auch in Gruppen von erwachsenen Autist*innen. Glück gehabt im Sinne von: gut, dass Du uns gefunden hast, wir erklären dir jetzt mal dein Kind. Als neurotypische Mutter eines autistischen Kindes fühle ich mich in dieser Gruppe oft als Teil der Kategorie „die Schlimmsten der Schlimmsten“. Sicher, viele Autist*innen haben bestimmt keine gute Erfahrungen mit ihrem neurotypischen Umfeld gemacht. Das spreche ich ihnen nicht ab. Und dass sie eher verhalten sind im Umgang mit NTs, kann ich bis zu einem gewissen Grad auch nachvollziehen. </span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und auch wenn ich weiß, dass Autist*innen ohne Umschweife und sehr direkt kommunizieren, muss ich zugeben, dass mich letzte Woche ein Kommentar unglaublich geärgert hat. Ums kurz zu machen: ich bekam erklärt, dass kein autistisches Kind therapiert werden muss. What? Nein, Moment. Das sehe ich anders. Zum einen: Therapie ist nicht gleich Therapie. Therapie ist nicht gleich Zwang. Und Therapie ist auch nicht unbedingt „ich dreh mir mein Kind so, dass es neurotypisch wirkt“. Zum anderen: Ein neurotypisches Kind, das irgendwo Herausforderungen hat, würde man ja auch fördern. Warum soll ich meinem Sohn keine Unterstützung zukommen lassen? Und mir selbst? Es geht nicht darum, ihn wie ein Dressurpferd zur Performance zu prügeln. Sondern es geht um den Erwerb von </span><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">life skills</span></span></span><span style="font-size: small;" class="mycode_size">, die er nunmal braucht, um ein eigenständiges Leben zu führen. Und weil er ganz offensichtlich anders lernt als andere Kinder, suche ich mir dafür Hilfe in Form von Therapeut*innen, die das übrigens super machen. Ich schicke ihn nicht mit vier Jahren zum Russisch-Unterricht, sondern Jim lernt einen Stift zu halten oder sich die Jacke selber an- und auszuziehen.</span><br />
</span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Vielleicht bin ich zu zart besaitet und nehme es zu persönlich. Aber es fällt mir schwer, mich auf Ratschläge einer Community einzulassen, wenn im gleichen Satz erwähnt wird, dass ich meinem Sohn zuviel zumute und ihn einfach mal so akzeptieren sollte, wie er ist, anstatt mich an ihm abzuarbeiten. Das hat mich mehr getroffen als mir lieb ist. Nun, ein Negativerlebnis macht die Gruppe nicht aus. Und ich bin sehr dankbar für die Einblicke, die Autist*innen in diesen Gruppen und Foren geben. Die Hilfestellung, die sie uns Eltern – aber letztendlich ja vor allem unseren Kindern – geben, ist unglaublich wertvoll. Das weiß ich zu schätzen. Jetzt hoffe ich, dass neurotypischen Eltern autistischer Kinder nicht immer gleich mit größter Skepsis begegnet wird. Viele von uns lieben ihre Kinder genau so wie sie sind und müssen sie gleichzeitig für die Anforderungen des Lebens rüsten. Die Aufgabe hat es in sich.</span><br />
</span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So ein Glück</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ich versuche, es wie Jim zu halten: ich nehme mir aus den Gruppen das, was mir hilft und mache mein Ding, wenn es mir zuviel wird. In keiner Gruppe fühle ich mich so zuhause, dass ich dort sesshaft werden möchte. Ich bleibe einfach auf Gruppenwanderschaft. </span><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">[b]„Glück gehabt“ denke ich, während ich Jim auf dem Spielplatz hinterherschaue. Glück gehabt im Sinne von: Jim zeigt mir, dass man gar nicht dazugehören muss. Man kann auch einfach bei sich selbst sein. Dieses Kind ist das pure Glück. Für mich, für uns.</span></span></span>[/b]</span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><img src="https://jimsjourney.at/wp-content/uploads/2021/04/Glu%CC%88ck-gehabt_1.jpg" loading="lazy"  width="210" height="210" alt="[Bild: Glu%CC%88ck-gehabt_1.jpg]" class="mycode_img" /><br />
</span></span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Immer diese Gefühle]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=96</link>
			<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 16:32:54 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=0">marisondasilva</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=96</guid>
			<description><![CDATA[Dieser Blogbeitrag erschien urspünglich hier: <a href="https://jimsjourney.at/immer-diese-gefuehle/" rel="noopener" class="mycode_url">https://jimsjourney.at/immer-diese-gefuehle/</a> <br />
<br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Menschen mit einer Autismusspektrumstörung gefühllos seien. Anscheinend haben viele ein Bild von roboterartigen Menschen im Kopf, die rein mechanisch durch ihren Alltag marschieren, so als wären sie von jeder Emotion befreit. Es gibt internationale Schätzungen, die sagen, dass ca. 1% der Bevölkerung eines Landes von Autismus betroffen ist. In Österreich wären das also rund 88.000 Menschen. Eine beachtliche Zahl! Wenn man den Irrglauben des emotionslosen Autisten jetzt hernimmt, dann hieße das ja, dass 88.000 völlig emotionsfreie Menschen unter uns wären. Der ein oder andere wäre mir vielleicht begegnet. Ist aber nicht. Denn: natürlich haben Menschen mit ASS auch Gefühle. Warum auch nicht?<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rumpelstilzchen</span></span></span><br />
Es gilt: kennst Du einen Autisten, kennst Du eben nur einen Autisten. Ich kann nicht für alle Menschen mit Autismus sprechen, sondern wieder nur von Jim erzählen. Jim zeigt seine Gefühle sehr deutlich. Man erkennt sofort, ob er traurig, wütend, frustriert oder richtig gut gelaunt ist. Seine Mimik spielt mit, sein Ton ist entsprechend, sein ganzes Verhalten legt seine Gefühlswelt offen. Das ist toll für uns, denn so müssen wir nicht Rätsel raten. Oft übermannen ihn seine Gefühle aber auch und er weiß nicht recht, wie er sie verarbeiten kann. Es kommt durchaus vor, dass Jim mich mal haut oder tritt, wenn er richtig wütend ist. Nicht weil er schlecht erzogen oder aggressiv ist, sondern weil er nicht weiß, wie er die Wut ableiten kann. Und da meistens ich in der Nähe bin, bekomme ich das ab. Er ist erst vier, ich kann mich also noch gut schützen. Aber auch Jim wird älter, größer und stärker, weshalb es so wichtig ist, mit ihm Mechanismen zu üben, die ihm erlauben, die Energie anders loszuwerden. Bei Wut üben wir: ins Kissen hauen oder auf den Boden stampfen. So stehen wir manchmal wie zwei Rumpelstilzchen da und stampfen was das Zeug hält. Jim lernt dadurch, die Emotion mit einer Reaktion zu verbinden und dabei weder sich selbst noch anderen wehzutun. Leichter ist es, wenn Jim gut drauf oder traurig ist. Da kommt die Reaktion ganz von allein: es wird gelacht oder geweint.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mama, warum weinst Du?</span></span></span><br />
Was für Jim noch nicht wirklich verständlich ist, sind die Emotionen anderer. Die kann er nicht gut deuten, bzw. es fällt ihm schwer den Gesichtsausdruck zu interpretieren. Im vergangenen Jahr gab es sehr traurige Momente für uns. Für Jim war spürbar, dass etwas anders ist als sonst, aber er konnte nicht einordnen, was es war. Wenn Eltern weinen, fragen Kinder oft nach. Jim konnte das nicht, und so hat er – aus Verzweiflung oder Verlegenheit oder… – die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, indem er zum Beispiel gekitzelt werden wollte. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, Emotion ist mein zweiter Vorname. Schon immer, aber seit der Schwangerschaft extrem. Ich bin sehr nah am Wasser gebaut. Bei jedem noch so stumpfen Film finde ich mit Sicherheit die kleine schnulzige Sequenz zum Weinen, in der Oper laufen die Tränen schon, wenn der Dirigent den Auftakt zur Ouvertüre gibt. Im Heulen bin ich Profi. Aber auch im Freuen. Wenn ich mich für etwas begeistern kann, dann richtig. Dann bin ich head over heels aufgeregt und allerbester Laune. Und morgens? Da bin ich unfassbar muffelig und nicht ansprechbar. Für Jim ist das alles wahrscheinlich ganz gut, denn meine Gefühle lassen sich hervorragend erkennen und differenzieren.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wütender Ochse, lachender Affe</span></span></span><br />
Damit Jim lernt, die Gefühle anderer zu deuten, üben wir das mit ihm. Das geht im ersten Schritt wunderbar mit Kinderbüchern und Comics: jeder Gesichtsausdruck wird mit der Geschichte erklärt. Der Affe lacht, der Hase ist traurig, der Ochse ist wütend, die Maus ist fröhlich und – natürlich: Bobo ist müde. Nun sind diese zustände in Kinderbüchern und Comics sehr überzogen dargestellt. Im realen Leben aber lachen wir ja selten so, dass uns links und rechts die Freudentränen im hohen Bogen aus den Augen schießen. Die wenigsten Menschen laufen auch tiefrot an und fletschen die Zähne, wenn sie wütend sind. Sobald Jim das in den Büchern richtig zuordnen kann, gehen wir einen Schritt weiter und üben vor dem Spiegel, gehen also von der überzogenen Darstellung zur realistischen. Da lachen wir, runzeln die Stirn, ziehen die Mundwinkel nach unten, knurren wütend und und und. Wer sich noch an <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b]<a href="https://jimsjourney.at/wer-ist-eigentlich-dieser-ich/" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #2a4559;" class="mycode_color">Wer ist eigentlich dieser Ich?</span></a></span>[/b] erinnert, weiß, dass Jim auch den Ich-Bezug lernt. Ist er traurig und weint, dann nehme ich seine Hand, wir klopfen ihm auf die Brust und sagen „ich bin traurig“. So bringen wir Emotion, Mimik und Aussage zusammen.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jim müde</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Bis jetzt gibt es bei Jim drei Emotionen: lachen, böse und traurig sein. Die kann er aus dem Effeff deuten und unterscheiden. Bei uns ist also alles immer lustig, böse oder traurig. Ein guter Anfang. Und dann gibt es noch „Jim ist müde“. Das bedeutet aber nicht, dass Jim müde ist, sondern dass ihm etwas nicht passt oder – meistens: dass ich mal bitte den Mund halten soll. Kein Witz. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b]Wenn ich ihm mal wieder das Ohr abkaue, schaut er mich erschöpft an und sagt: „Mama, Jim müde.“ Some attitude, junger Mann. Dann klopfe ich mir auf die Brust und antworte: „Okay, ich bin jetzt ruhig.“</span>[/b]</span></span></span><br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<img src="https://jimsjourney.at/wp-content/uploads/2021/02/Gefu%CC%88hle_1.jpg" loading="lazy"  width="210" height="210" alt="[Bild: Gefu%CC%88hle_1.jpg]" class="mycode_img" /><br />
</span></span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dieser Blogbeitrag erschien urspünglich hier: <a href="https://jimsjourney.at/immer-diese-gefuehle/" rel="noopener" class="mycode_url">https://jimsjourney.at/immer-diese-gefuehle/</a> <br />
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<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Menschen mit einer Autismusspektrumstörung gefühllos seien. Anscheinend haben viele ein Bild von roboterartigen Menschen im Kopf, die rein mechanisch durch ihren Alltag marschieren, so als wären sie von jeder Emotion befreit. Es gibt internationale Schätzungen, die sagen, dass ca. 1% der Bevölkerung eines Landes von Autismus betroffen ist. In Österreich wären das also rund 88.000 Menschen. Eine beachtliche Zahl! Wenn man den Irrglauben des emotionslosen Autisten jetzt hernimmt, dann hieße das ja, dass 88.000 völlig emotionsfreie Menschen unter uns wären. Der ein oder andere wäre mir vielleicht begegnet. Ist aber nicht. Denn: natürlich haben Menschen mit ASS auch Gefühle. Warum auch nicht?<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rumpelstilzchen</span></span></span><br />
Es gilt: kennst Du einen Autisten, kennst Du eben nur einen Autisten. Ich kann nicht für alle Menschen mit Autismus sprechen, sondern wieder nur von Jim erzählen. Jim zeigt seine Gefühle sehr deutlich. Man erkennt sofort, ob er traurig, wütend, frustriert oder richtig gut gelaunt ist. Seine Mimik spielt mit, sein Ton ist entsprechend, sein ganzes Verhalten legt seine Gefühlswelt offen. Das ist toll für uns, denn so müssen wir nicht Rätsel raten. Oft übermannen ihn seine Gefühle aber auch und er weiß nicht recht, wie er sie verarbeiten kann. Es kommt durchaus vor, dass Jim mich mal haut oder tritt, wenn er richtig wütend ist. Nicht weil er schlecht erzogen oder aggressiv ist, sondern weil er nicht weiß, wie er die Wut ableiten kann. Und da meistens ich in der Nähe bin, bekomme ich das ab. Er ist erst vier, ich kann mich also noch gut schützen. Aber auch Jim wird älter, größer und stärker, weshalb es so wichtig ist, mit ihm Mechanismen zu üben, die ihm erlauben, die Energie anders loszuwerden. Bei Wut üben wir: ins Kissen hauen oder auf den Boden stampfen. So stehen wir manchmal wie zwei Rumpelstilzchen da und stampfen was das Zeug hält. Jim lernt dadurch, die Emotion mit einer Reaktion zu verbinden und dabei weder sich selbst noch anderen wehzutun. Leichter ist es, wenn Jim gut drauf oder traurig ist. Da kommt die Reaktion ganz von allein: es wird gelacht oder geweint.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mama, warum weinst Du?</span></span></span><br />
Was für Jim noch nicht wirklich verständlich ist, sind die Emotionen anderer. Die kann er nicht gut deuten, bzw. es fällt ihm schwer den Gesichtsausdruck zu interpretieren. Im vergangenen Jahr gab es sehr traurige Momente für uns. Für Jim war spürbar, dass etwas anders ist als sonst, aber er konnte nicht einordnen, was es war. Wenn Eltern weinen, fragen Kinder oft nach. Jim konnte das nicht, und so hat er – aus Verzweiflung oder Verlegenheit oder… – die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, indem er zum Beispiel gekitzelt werden wollte. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, Emotion ist mein zweiter Vorname. Schon immer, aber seit der Schwangerschaft extrem. Ich bin sehr nah am Wasser gebaut. Bei jedem noch so stumpfen Film finde ich mit Sicherheit die kleine schnulzige Sequenz zum Weinen, in der Oper laufen die Tränen schon, wenn der Dirigent den Auftakt zur Ouvertüre gibt. Im Heulen bin ich Profi. Aber auch im Freuen. Wenn ich mich für etwas begeistern kann, dann richtig. Dann bin ich head over heels aufgeregt und allerbester Laune. Und morgens? Da bin ich unfassbar muffelig und nicht ansprechbar. Für Jim ist das alles wahrscheinlich ganz gut, denn meine Gefühle lassen sich hervorragend erkennen und differenzieren.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wütender Ochse, lachender Affe</span></span></span><br />
Damit Jim lernt, die Gefühle anderer zu deuten, üben wir das mit ihm. Das geht im ersten Schritt wunderbar mit Kinderbüchern und Comics: jeder Gesichtsausdruck wird mit der Geschichte erklärt. Der Affe lacht, der Hase ist traurig, der Ochse ist wütend, die Maus ist fröhlich und – natürlich: Bobo ist müde. Nun sind diese zustände in Kinderbüchern und Comics sehr überzogen dargestellt. Im realen Leben aber lachen wir ja selten so, dass uns links und rechts die Freudentränen im hohen Bogen aus den Augen schießen. Die wenigsten Menschen laufen auch tiefrot an und fletschen die Zähne, wenn sie wütend sind. Sobald Jim das in den Büchern richtig zuordnen kann, gehen wir einen Schritt weiter und üben vor dem Spiegel, gehen also von der überzogenen Darstellung zur realistischen. Da lachen wir, runzeln die Stirn, ziehen die Mundwinkel nach unten, knurren wütend und und und. Wer sich noch an <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b]<a href="https://jimsjourney.at/wer-ist-eigentlich-dieser-ich/" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #2a4559;" class="mycode_color">Wer ist eigentlich dieser Ich?</span></a></span>[/b] erinnert, weiß, dass Jim auch den Ich-Bezug lernt. Ist er traurig und weint, dann nehme ich seine Hand, wir klopfen ihm auf die Brust und sagen „ich bin traurig“. So bringen wir Emotion, Mimik und Aussage zusammen.<br />
</span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="color: #000000;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jim müde</span></span></span></span></span></span><br />
<span style="color: #333333;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font">Bis jetzt gibt es bei Jim drei Emotionen: lachen, böse und traurig sein. Die kann er aus dem Effeff deuten und unterscheiden. Bei uns ist also alles immer lustig, böse oder traurig. Ein guter Anfang. Und dann gibt es noch „Jim ist müde“. Das bedeutet aber nicht, dass Jim müde ist, sondern dass ihm etwas nicht passt oder – meistens: dass ich mal bitte den Mund halten soll. Kein Witz. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[b]Wenn ich ihm mal wieder das Ohr abkaue, schaut er mich erschöpft an und sagt: „Mama, Jim müde.“ Some attitude, junger Mann. Dann klopfe ich mir auf die Brust und antworte: „Okay, ich bin jetzt ruhig.“</span>[/b]</span></span></span><br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Montserrat;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<img src="https://jimsjourney.at/wp-content/uploads/2021/02/Gefu%CC%88hle_1.jpg" loading="lazy"  width="210" height="210" alt="[Bild: Gefu%CC%88hle_1.jpg]" class="mycode_img" /><br />
</span></span></span>]]></content:encoded>
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