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		<title><![CDATA[Autismus-Selbsthilfe & Info-Forum  - Alle Foren]]></title>
		<link>https://www.autism4all.at/</link>
		<description><![CDATA[Autismus-Selbsthilfe & Info-Forum  - https://www.autism4all.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 06:44:18 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Gibt es zwei Arten von Autismus?]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=319</link>
			<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 14:40:31 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=319</guid>
			<description><![CDATA[Nicht dasselbe: Hinter dem Begriff Autismus könnten sich zwei verschiedene neuropsychologische Störungen verbergen, wie Genomanalysen nahelegen. Die beiden Autismus-Typen unterscheiden sich demnach sowohl genetisch als auch in ihrem Verlauf. Der erste Typ beginnt schon im Kleinkindalter und bleibt dann relativ stabil. Der zweite Typ entwickelt sich erst in der Pubertät und ist eng mit psychischen Erkrankungen wie ADHS oder Depressionen verknüpft, wie Forschende in „Nature“ berichten.<br />
<br />
Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die typischerweise im Kindesalter auftritt. Betroffene haben oft Probleme mit sozialen Interaktionen, nichtverbaler Kommunikation und reagieren überempfindlich auf Reize. Die Ursachen für dieses Syndrom sind jedoch ungeklärt. Im Verdacht stehen genetische Faktoren, aber auch Viren, Schadstoffe und Hormonstörungen beim ungeborenen Kind. Widerlegt ist hingegen die Vermutung, dass Impfungen im Kleinkindalter Autismus auslösen.<br />
<br />
autistisches Kind<br />
Menschen mit Autismus haben oft schon als Kind Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion und Kommunikation.<br />
<br />
Frühe und späte Diagnosen<br />
Eine Frage war jedoch bisher noch offen: Warum zeigen sich bei einigen Menschen mit Autismus die Symptome erst später – meist sogar erst in der Pubertät? „Autismus wurde lange als eine Störung betrachtet, die im frühen Kindesalter auftritt. Allerdings erhalten inzwischen immer mehr autistische Menschen ihre Diagnose erst ab dem mittleren Kindesalter oder später“, erklären Xinhe Zhang von der University of Cambridge und ihre Kollegen.<br />
<br />
Aber warum? Hängt dies nur mit den Diagnosemethoden zusammen oder damit, dass leichtere Formen des Autismus oft erst später erkannt werden? Oder stecken reale Unterschiede dahinter? Um das zu klären, haben Zhang und ihr Team die medizinischen und genetischen Daten mehrerer großer Studien mit insgesamt mehr als zehntausend Personen mit Autismus ausgewertet. Dabei analysierten sie sowohl den Verlauf und die Ausprägung des Syndroms als auch mögliche genetische Auslöser.<br />
<br />
AutismusAutismus - Eine neurologische Besonderheit mit vielen GesichternDas Rätsel der Savants - Auf Spurensuche bei „Rain Mans“ GeschwisternDiagnose ADHS - Das Zappelphillipp-SyndromTrost spendenEmpathie - Vom Mitfühlen und MitleidenPsychopathiePsychopathie – das kalte Herz - Was steckt hinter der psychopathischen Persönlichkeitsstörung?<br />
<br />
Zwei verschiedene Gruppen von genetischen Auslösern<br />
Die Analysen ergaben: Die Unterschiede im Autismusbeginn sind weder Zufall noch Folge der Diagnosemethoden. Stattdessen sind sie wahrscheinlich Ausdruck von zwei verschiedenen Formen des Autismus, wie Zhang und ihre Kollegen berichten. Dies zeigt sich zum einen in den Genen. Demnach wird Autismus zwar durch viele verschiedene Risikogene begünstigt. Diese polygenetische Basis ist aber bei den beiden Formen nicht dieselbe, wie die Analysen ergaben.<br />
<br />
„Die hierarchische Gruppierung der genetischen Korrelationen zeigt zwei breite, teils überlappende Cluster, die sich im Alter der Autismus-Diagnose unterscheiden“, berichten die Forschenden. Diese beiden Gruppen von Risikogenen waren auch dann noch erkennbar, wenn Faktoren wie Geschlecht, soziale Umstände oder Intelligenz berücksichtigt wurden.<br />
<br />
Unterschiede auch in Verlauf und Begleiterkrankungen<br />
Diese genetischen Unterschiede sind eng mit dem Verlauf der autistischen Störung verknüpft: Schon im Kleinkindalter diagnostizierte Autisten zeigen schon früh verringerte soziale und kommunikative Fähigkeiten, dafür bleiben die Symptome im Lebensverlauf weitgehend stabil. Zusätzliche psychische Erkrankungen wie Depressionen oder ADHS sind eher selten.<br />
<br />
„Demgegenüber ist die zweite Risikogen-Gruppe mit einer späteren Autismus-Diagnose verknüpft und mit zunehmenden sozioemotionalen und Verhaltensproblemen in der Pubertät“, erklären Zhang und ihr Team. Zudem leiden Menschen mit dieser Autismusform häufiger an ADHS, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen. Unter den Betroffenen dieses spätauftretenden Autismus sind zudem mehr Frauen als bei der Kleinkindform.<br />
<br />
Hilfe bei der Ursachenfahndung<br />
Nach Ansicht von Zhang und ihren Kollegen stützen diese Resultate die Annahme, dass sich hinter dem Sammelbegriff „Autismus“ mehrere Phänomene mit unterschiedlichen Ursachen, Entwicklungsverläufen und Begleiterkrankungen verbergen. Das Wissen um diese verschiedenen Formen könnte dabei helfen, das noch immer rätselhafte Phänomen Autismus und seine Ursachen besser zu verstehen.<br />
<br />
Wenn klarer ist, mit welchen Genen, Verläufen und zeitlichen Mustern die verschiedenen Autismusformen verbunden sind, dann könnte dies die Suche nach nicht-genetischen Ursachen erleichtern. Denn Gene sind nur zu rund elf Prozent verantwortlich, wie Zhang und ihre Kollegen ermittelt haben.<br />
<br />
„Unsere Resultate haben Auswirkungen darauf, wie wir neurodevelopmentale Störungen im Allgemeinen verstehen und wie wir Diagnosen, Geschlechts- und Genderunterschiede sowie begleitende Gesundheitsprofile bei Autismus betrachten“, schreiben die Forschenden. Sie betonen aber auch, dass noch weitere Forschung nötig ist. <br />
<br />
<br />
<a href="https://www.scinexx.de/news/psychologie/gibt-es-zwei-arten-von-autismus/" rel="noopener" class="mycode_url">Quelle</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nicht dasselbe: Hinter dem Begriff Autismus könnten sich zwei verschiedene neuropsychologische Störungen verbergen, wie Genomanalysen nahelegen. Die beiden Autismus-Typen unterscheiden sich demnach sowohl genetisch als auch in ihrem Verlauf. Der erste Typ beginnt schon im Kleinkindalter und bleibt dann relativ stabil. Der zweite Typ entwickelt sich erst in der Pubertät und ist eng mit psychischen Erkrankungen wie ADHS oder Depressionen verknüpft, wie Forschende in „Nature“ berichten.<br />
<br />
Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die typischerweise im Kindesalter auftritt. Betroffene haben oft Probleme mit sozialen Interaktionen, nichtverbaler Kommunikation und reagieren überempfindlich auf Reize. Die Ursachen für dieses Syndrom sind jedoch ungeklärt. Im Verdacht stehen genetische Faktoren, aber auch Viren, Schadstoffe und Hormonstörungen beim ungeborenen Kind. Widerlegt ist hingegen die Vermutung, dass Impfungen im Kleinkindalter Autismus auslösen.<br />
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autistisches Kind<br />
Menschen mit Autismus haben oft schon als Kind Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion und Kommunikation.<br />
<br />
Frühe und späte Diagnosen<br />
Eine Frage war jedoch bisher noch offen: Warum zeigen sich bei einigen Menschen mit Autismus die Symptome erst später – meist sogar erst in der Pubertät? „Autismus wurde lange als eine Störung betrachtet, die im frühen Kindesalter auftritt. Allerdings erhalten inzwischen immer mehr autistische Menschen ihre Diagnose erst ab dem mittleren Kindesalter oder später“, erklären Xinhe Zhang von der University of Cambridge und ihre Kollegen.<br />
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Aber warum? Hängt dies nur mit den Diagnosemethoden zusammen oder damit, dass leichtere Formen des Autismus oft erst später erkannt werden? Oder stecken reale Unterschiede dahinter? Um das zu klären, haben Zhang und ihr Team die medizinischen und genetischen Daten mehrerer großer Studien mit insgesamt mehr als zehntausend Personen mit Autismus ausgewertet. Dabei analysierten sie sowohl den Verlauf und die Ausprägung des Syndroms als auch mögliche genetische Auslöser.<br />
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AutismusAutismus - Eine neurologische Besonderheit mit vielen GesichternDas Rätsel der Savants - Auf Spurensuche bei „Rain Mans“ GeschwisternDiagnose ADHS - Das Zappelphillipp-SyndromTrost spendenEmpathie - Vom Mitfühlen und MitleidenPsychopathiePsychopathie – das kalte Herz - Was steckt hinter der psychopathischen Persönlichkeitsstörung?<br />
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Zwei verschiedene Gruppen von genetischen Auslösern<br />
Die Analysen ergaben: Die Unterschiede im Autismusbeginn sind weder Zufall noch Folge der Diagnosemethoden. Stattdessen sind sie wahrscheinlich Ausdruck von zwei verschiedenen Formen des Autismus, wie Zhang und ihre Kollegen berichten. Dies zeigt sich zum einen in den Genen. Demnach wird Autismus zwar durch viele verschiedene Risikogene begünstigt. Diese polygenetische Basis ist aber bei den beiden Formen nicht dieselbe, wie die Analysen ergaben.<br />
<br />
„Die hierarchische Gruppierung der genetischen Korrelationen zeigt zwei breite, teils überlappende Cluster, die sich im Alter der Autismus-Diagnose unterscheiden“, berichten die Forschenden. Diese beiden Gruppen von Risikogenen waren auch dann noch erkennbar, wenn Faktoren wie Geschlecht, soziale Umstände oder Intelligenz berücksichtigt wurden.<br />
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Unterschiede auch in Verlauf und Begleiterkrankungen<br />
Diese genetischen Unterschiede sind eng mit dem Verlauf der autistischen Störung verknüpft: Schon im Kleinkindalter diagnostizierte Autisten zeigen schon früh verringerte soziale und kommunikative Fähigkeiten, dafür bleiben die Symptome im Lebensverlauf weitgehend stabil. Zusätzliche psychische Erkrankungen wie Depressionen oder ADHS sind eher selten.<br />
<br />
„Demgegenüber ist die zweite Risikogen-Gruppe mit einer späteren Autismus-Diagnose verknüpft und mit zunehmenden sozioemotionalen und Verhaltensproblemen in der Pubertät“, erklären Zhang und ihr Team. Zudem leiden Menschen mit dieser Autismusform häufiger an ADHS, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen. Unter den Betroffenen dieses spätauftretenden Autismus sind zudem mehr Frauen als bei der Kleinkindform.<br />
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Hilfe bei der Ursachenfahndung<br />
Nach Ansicht von Zhang und ihren Kollegen stützen diese Resultate die Annahme, dass sich hinter dem Sammelbegriff „Autismus“ mehrere Phänomene mit unterschiedlichen Ursachen, Entwicklungsverläufen und Begleiterkrankungen verbergen. Das Wissen um diese verschiedenen Formen könnte dabei helfen, das noch immer rätselhafte Phänomen Autismus und seine Ursachen besser zu verstehen.<br />
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Wenn klarer ist, mit welchen Genen, Verläufen und zeitlichen Mustern die verschiedenen Autismusformen verbunden sind, dann könnte dies die Suche nach nicht-genetischen Ursachen erleichtern. Denn Gene sind nur zu rund elf Prozent verantwortlich, wie Zhang und ihre Kollegen ermittelt haben.<br />
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„Unsere Resultate haben Auswirkungen darauf, wie wir neurodevelopmentale Störungen im Allgemeinen verstehen und wie wir Diagnosen, Geschlechts- und Genderunterschiede sowie begleitende Gesundheitsprofile bei Autismus betrachten“, schreiben die Forschenden. Sie betonen aber auch, dass noch weitere Forschung nötig ist. <br />
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<a href="https://www.scinexx.de/news/psychologie/gibt-es-zwei-arten-von-autismus/" rel="noopener" class="mycode_url">Quelle</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dieses Medikament heilt Autismus bei Mäusen - bald auch bei Menschen?]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=318</link>
			<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 14:37:57 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=318</guid>
			<description><![CDATA[Stanford-Wissenschaftlern ist es gelungen, autismusähnliches Verhalten bei Mäusen mit Hilfe eines experimentellen Medikaments gegen Krampfanfälle rückgängig zu machen.<br />
Forscher von Stanford Medicine haben herausgefunden, dass Hyperaktivität in einer bestimmten Hirnregion Verhaltensweisen auslösen kann, die häufig mit Autismus-Spektrum-Störungen in Verbindung gebracht werden. Die Studie, die in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, konzentriert sich auf den retikulären Thalamuskern - eine Hirnregion, die als Torwächter für sensorische Informationen zwischen Thalamus und Kortex fungiert.<br />
<br />
Bei genetisch veränderten Mäusen, denen Cntnap2 fehlt, um Autismus zu simulieren, beobachteten die Wissenschaftler, dass dieser Bereich des Gehirns eine erhöhte Aktivität aufwies, wenn die Tiere auf Reize wie Licht, Luftstöße oder während sozialer Interaktionen reagierten.<br />
<br />
Diese Hyperaktivität äußerte sich durch vermehrtes "Burst-Firing" von Neuronen im retikulären Thalamuskern, das durch eine erhöhte Funktion von Kalziumkanälen vom T-Typ ausgelöst wurde.<br />
<br />
Die Forschungsarbeiten ergaben, dass die Übererregbarkeit des retikulären Thalamuskerns das Verhalten von Cntnap2-Mäusen mit Autismus-Spektrum-Störung steuert, was diese Region zu einem potenziellen therapeutischen Ziel macht.<br />
<br />
<a href="https://de.euronews.com/gesundheit/2025/08/24/autismus-forschung-medizin-medikament" rel="noopener" class="mycode_url">Quelle</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Stanford-Wissenschaftlern ist es gelungen, autismusähnliches Verhalten bei Mäusen mit Hilfe eines experimentellen Medikaments gegen Krampfanfälle rückgängig zu machen.<br />
Forscher von Stanford Medicine haben herausgefunden, dass Hyperaktivität in einer bestimmten Hirnregion Verhaltensweisen auslösen kann, die häufig mit Autismus-Spektrum-Störungen in Verbindung gebracht werden. Die Studie, die in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, konzentriert sich auf den retikulären Thalamuskern - eine Hirnregion, die als Torwächter für sensorische Informationen zwischen Thalamus und Kortex fungiert.<br />
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Bei genetisch veränderten Mäusen, denen Cntnap2 fehlt, um Autismus zu simulieren, beobachteten die Wissenschaftler, dass dieser Bereich des Gehirns eine erhöhte Aktivität aufwies, wenn die Tiere auf Reize wie Licht, Luftstöße oder während sozialer Interaktionen reagierten.<br />
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Diese Hyperaktivität äußerte sich durch vermehrtes "Burst-Firing" von Neuronen im retikulären Thalamuskern, das durch eine erhöhte Funktion von Kalziumkanälen vom T-Typ ausgelöst wurde.<br />
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Die Forschungsarbeiten ergaben, dass die Übererregbarkeit des retikulären Thalamuskerns das Verhalten von Cntnap2-Mäusen mit Autismus-Spektrum-Störung steuert, was diese Region zu einem potenziellen therapeutischen Ziel macht.<br />
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<a href="https://de.euronews.com/gesundheit/2025/08/24/autismus-forschung-medizin-medikament" rel="noopener" class="mycode_url">Quelle</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Autismus und ADHS Jedes Gehirn tickt anders]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=308</link>
			<pubDate>Wed, 21 May 2025 16:25:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=7">Benjay</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=308</guid>
			<description><![CDATA[ADHS und Autismus sind mehr als Modethemen auf TikTok und Instagram. Die Erkenntnis wächst, dass jedes menschliche Gehirn anders arbeitet. Darin liegt ein großes Potenzial für alle.<br />
<br />
Auf Social Media trenden Anleitungen zur Selbstdiagnose. Viele stellen die Symptome von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) und Autismus (medizinisch: Autismus-Spektrum-Störung) aber falsch oder ungenau dar. Oft verstärken sie Vorurteile und Stereotypen wie das vom konzentrationsunfähigen ADHS-Zappelkind oder sozial isoliert lebenden Autisten mit seltsamem Verhalten.TikTok-Tests: Oft irreführend, aber auch hilfreichEine neue Studie aus den USA zeigt, dass gerade populäre TikTok-Videos zum Thema inhaltlich große Schwächen haben. Die darin angeführten ADHS-Symptome sind aus medizinischer Sicht zu über 50 Prozent gar nicht ADHS-typisch, sondern "normale menschliche Erfahrungen". Jugendliche, die ihre Informationen zum Thema von Social Media beziehen, überschätzen laut der Studie, wie weit ADHS verbreitet ist und nehmen leichter an, selbst betroffen zu sein. Den gleichen Effekt hatte schon 2023 eine Studie zu TikTok-Infos über Autismus nachgewiesen.Dass die Selbsttests im Internet so erfolgreich sind, zeigt aber auch ein großes Informationsdefizit auf. #ADHD (oder deutsch #ADHS) und #autism zählen auf Social Media zu den zehn am häufigsten genutzten gesundheitsbezogenen Hashtags. Oft sind die Clips die einzig zugängliche Informationsquelle. Sie schaffen aber auch Bewusstsein für ein vernachlässigtes Problem und können helfen, Vorurteile abzubauen. Für Betroffene kann die Selbstdiagnose per Social Media zumindest ein wichtiger erster Schritt sein, die richtigen Fragen zu stellen und eine offizielle Diagnose zu suchen.<br />
Ein Psychotherapeut macht Notizen bei einer Sitzung mit einem Patienten.<br />
<br />
ADHS: Chaos im Kopf und HyperfokusADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die bei Kindern und Jugendlichen häufiger auftreten kann. Sie führt oft zu Lernschwierigkeiten und zu sozialen und psychischen Problemen, die auch lebenslang anhalten können. Als wichtigste Symptome gelten Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und impulsives Verhalten.Ein Betroffener schildert das etwa so: "Es ist, als wenn durch deinen Kopf ein Fließband an Gedanken gehen würde. Wenn ich irgendwas angucke, schießt sofort ein Wort dazu in den Kopf oder irgendeine Erinnerung oder irgendwas, was ich mir einfach dazu denke. Stell dir vor, es sind so 15 bis 20 Seile an dir befestigt und ziehen dich in verschiedene Richtungen." Für viele Betroffene ist ADHS mit psychischen Krankheiten und sozialen Schwierigkeiten verbunden.Autismus-Spektrum-Störung (ASS)Autismus kann vielfältige Formen annehmen, daher sprechen Fachleute auch nicht mehr von dem Autismus, sondern von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Die in der Medizin lange gültige Unterscheidung in frühkindlichen Autismus, Asperger-Autismus und atypischen Autismus, gilt als überholt.Häufige Merkmale im Autismus-Spektrum sind etwa ein besonderer Umgang mit anderen Menschen. Viele Menschen mit Autismus vermeiden Blickkontakt, können sich nur schwer in andere hineinversetzen oder Ironie verstehen. Manche von ihnen haben Schwierigkeiten beim Sprechen lernen oder sprechen eher monoton. Typisch kann auch sein, dass feste Rituale und Routinen sehr wichtig sind. Allerdings sind Autismus-Spektrum-Störungen individuell so verschieden, dass keine dieser Besonderheiten bei Betroffenen auftreten muss.<br />
<br />
<br />
Neurodiversität: Anders sein ist keine KrankheitMenschen mit Autismus oder ADHS werden auch als neurodivergent bezeichnet, weil ihr Gehirn anders arbeitet als beim Durchschnitt. Viele wünschen sich ein Ende der Aufteilung in neurodivergent und neurotypisch, was oft gleichgesetzt wird mit "psychisch krank" und "psychisch gesund". Aber wie viele Menschen sind eigentlich nicht neurotypisch? Die Antwort fällt je nach Studienlage von Land zu Land unterschiedlich aus. Britische Forschende schätzen, dass drei bis vier Prozent der Bevölkerung ADHS haben, mehr als drei Prozent fallen vermutlich ins autistische Spektrum. In Deutschland fehlen belastbare Daten, aber hier sieht es wohl ähnlich aus.<br />
<br />
Wieso ticken unsere Gehirne so unterschiedlich?"In einem Kubikmillimeter Gehirn sind mehr Verbindungen als in der Milchstraße Sterne. Das führt dazu, dass keine zwei menschlichen Gehirne gleich sein können", sagt André Zimpel, Leiter des Zentrums für Neurodiversitätsforschung an der Universität Hamburg. Für ihn hat jeder Mensch seine individuelle Art der Informationsverarbeitung.Drei Aufmerksamkeitssysteme steuern, was wir von der Welt wahrnehmen. Aufmerksamkeitssystem Nummer eins alarmiert uns bei Überraschungen. Es macht uns wach und konzentriert. Bei Autisten wird es oft sehr leicht aktiviert - und bei Menschen mit ADHS relativ spät. Das zweite Aufmerksamkeitssystem ordnet Reizen Bedeutung zu und sortiert, was zusammengehört. Je nachdem sehen wir zum Beispiel einen Ast, einen ganzen Baum oder einen Wald. Dieses System ist bei vielen Autisten erweitert, deshalb nehmen sie mehr Details wahr. Mit dem dritten System können wir Aufmerksamkeit bewusst steuern, etwa, indem wir uns sagen: Schlaf jetzt nicht ein, konzentriere dich, denke logisch! Menschen mit ADHS ermüden daher bei monotonen Aufgaben schnell.Experimente zeigen: Die Empfindlichkeit dieser drei Aufmerksamkeitssysteme kann individuell unterschiedlich ausgeprägt sein. Das heißt, jemand kann zum Beispiel in einer Dimension ins autistische Spektrum fallen, in einer anderen aber starke ADHS-Merkmale zeigen.Wie kann die Gesellschaft davon profitieren?Neurodiverse Menschen haben sehr oft Probleme bei der Jobsuche. Je nach Studie liegt die Arbeitslosigkeit etwa bei autistischen Menschen zwischen 40 bis 60 Prozent. Selbst die hervorragend ausgebildeten und überdurchschnittlich intelligenten scheitern am ersten Arbeitsmarkt häufig.Was ihnen oft helfen würde: ein ruhiges Arbeitsumfeld, unterstützende Technik, Rückzugsbereiche und dazu individuelle Arbeitszeiten. Wichtig für alle wäre, möglichst schon in der Schule zu verstehen, wie wir ticken, sagt Neurodiversitätsforscher André Zimpel: "Wenn ich weiß, worin mein Nervensystem besonders gut ist und wo ich Hilfe brauche, dann wird der Bildungserfolg besonders groß sein."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[ADHS und Autismus sind mehr als Modethemen auf TikTok und Instagram. Die Erkenntnis wächst, dass jedes menschliche Gehirn anders arbeitet. Darin liegt ein großes Potenzial für alle.<br />
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Auf Social Media trenden Anleitungen zur Selbstdiagnose. Viele stellen die Symptome von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) und Autismus (medizinisch: Autismus-Spektrum-Störung) aber falsch oder ungenau dar. Oft verstärken sie Vorurteile und Stereotypen wie das vom konzentrationsunfähigen ADHS-Zappelkind oder sozial isoliert lebenden Autisten mit seltsamem Verhalten.TikTok-Tests: Oft irreführend, aber auch hilfreichEine neue Studie aus den USA zeigt, dass gerade populäre TikTok-Videos zum Thema inhaltlich große Schwächen haben. Die darin angeführten ADHS-Symptome sind aus medizinischer Sicht zu über 50 Prozent gar nicht ADHS-typisch, sondern "normale menschliche Erfahrungen". Jugendliche, die ihre Informationen zum Thema von Social Media beziehen, überschätzen laut der Studie, wie weit ADHS verbreitet ist und nehmen leichter an, selbst betroffen zu sein. Den gleichen Effekt hatte schon 2023 eine Studie zu TikTok-Infos über Autismus nachgewiesen.Dass die Selbsttests im Internet so erfolgreich sind, zeigt aber auch ein großes Informationsdefizit auf. #ADHD (oder deutsch #ADHS) und #autism zählen auf Social Media zu den zehn am häufigsten genutzten gesundheitsbezogenen Hashtags. Oft sind die Clips die einzig zugängliche Informationsquelle. Sie schaffen aber auch Bewusstsein für ein vernachlässigtes Problem und können helfen, Vorurteile abzubauen. Für Betroffene kann die Selbstdiagnose per Social Media zumindest ein wichtiger erster Schritt sein, die richtigen Fragen zu stellen und eine offizielle Diagnose zu suchen.<br />
Ein Psychotherapeut macht Notizen bei einer Sitzung mit einem Patienten.<br />
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ADHS: Chaos im Kopf und HyperfokusADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die bei Kindern und Jugendlichen häufiger auftreten kann. Sie führt oft zu Lernschwierigkeiten und zu sozialen und psychischen Problemen, die auch lebenslang anhalten können. Als wichtigste Symptome gelten Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und impulsives Verhalten.Ein Betroffener schildert das etwa so: "Es ist, als wenn durch deinen Kopf ein Fließband an Gedanken gehen würde. Wenn ich irgendwas angucke, schießt sofort ein Wort dazu in den Kopf oder irgendeine Erinnerung oder irgendwas, was ich mir einfach dazu denke. Stell dir vor, es sind so 15 bis 20 Seile an dir befestigt und ziehen dich in verschiedene Richtungen." Für viele Betroffene ist ADHS mit psychischen Krankheiten und sozialen Schwierigkeiten verbunden.Autismus-Spektrum-Störung (ASS)Autismus kann vielfältige Formen annehmen, daher sprechen Fachleute auch nicht mehr von dem Autismus, sondern von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Die in der Medizin lange gültige Unterscheidung in frühkindlichen Autismus, Asperger-Autismus und atypischen Autismus, gilt als überholt.Häufige Merkmale im Autismus-Spektrum sind etwa ein besonderer Umgang mit anderen Menschen. Viele Menschen mit Autismus vermeiden Blickkontakt, können sich nur schwer in andere hineinversetzen oder Ironie verstehen. Manche von ihnen haben Schwierigkeiten beim Sprechen lernen oder sprechen eher monoton. Typisch kann auch sein, dass feste Rituale und Routinen sehr wichtig sind. Allerdings sind Autismus-Spektrum-Störungen individuell so verschieden, dass keine dieser Besonderheiten bei Betroffenen auftreten muss.<br />
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Neurodiversität: Anders sein ist keine KrankheitMenschen mit Autismus oder ADHS werden auch als neurodivergent bezeichnet, weil ihr Gehirn anders arbeitet als beim Durchschnitt. Viele wünschen sich ein Ende der Aufteilung in neurodivergent und neurotypisch, was oft gleichgesetzt wird mit "psychisch krank" und "psychisch gesund". Aber wie viele Menschen sind eigentlich nicht neurotypisch? Die Antwort fällt je nach Studienlage von Land zu Land unterschiedlich aus. Britische Forschende schätzen, dass drei bis vier Prozent der Bevölkerung ADHS haben, mehr als drei Prozent fallen vermutlich ins autistische Spektrum. In Deutschland fehlen belastbare Daten, aber hier sieht es wohl ähnlich aus.<br />
<br />
Wieso ticken unsere Gehirne so unterschiedlich?"In einem Kubikmillimeter Gehirn sind mehr Verbindungen als in der Milchstraße Sterne. Das führt dazu, dass keine zwei menschlichen Gehirne gleich sein können", sagt André Zimpel, Leiter des Zentrums für Neurodiversitätsforschung an der Universität Hamburg. Für ihn hat jeder Mensch seine individuelle Art der Informationsverarbeitung.Drei Aufmerksamkeitssysteme steuern, was wir von der Welt wahrnehmen. Aufmerksamkeitssystem Nummer eins alarmiert uns bei Überraschungen. Es macht uns wach und konzentriert. Bei Autisten wird es oft sehr leicht aktiviert - und bei Menschen mit ADHS relativ spät. Das zweite Aufmerksamkeitssystem ordnet Reizen Bedeutung zu und sortiert, was zusammengehört. Je nachdem sehen wir zum Beispiel einen Ast, einen ganzen Baum oder einen Wald. Dieses System ist bei vielen Autisten erweitert, deshalb nehmen sie mehr Details wahr. Mit dem dritten System können wir Aufmerksamkeit bewusst steuern, etwa, indem wir uns sagen: Schlaf jetzt nicht ein, konzentriere dich, denke logisch! Menschen mit ADHS ermüden daher bei monotonen Aufgaben schnell.Experimente zeigen: Die Empfindlichkeit dieser drei Aufmerksamkeitssysteme kann individuell unterschiedlich ausgeprägt sein. Das heißt, jemand kann zum Beispiel in einer Dimension ins autistische Spektrum fallen, in einer anderen aber starke ADHS-Merkmale zeigen.Wie kann die Gesellschaft davon profitieren?Neurodiverse Menschen haben sehr oft Probleme bei der Jobsuche. Je nach Studie liegt die Arbeitslosigkeit etwa bei autistischen Menschen zwischen 40 bis 60 Prozent. Selbst die hervorragend ausgebildeten und überdurchschnittlich intelligenten scheitern am ersten Arbeitsmarkt häufig.Was ihnen oft helfen würde: ein ruhiges Arbeitsumfeld, unterstützende Technik, Rückzugsbereiche und dazu individuelle Arbeitszeiten. Wichtig für alle wäre, möglichst schon in der Schule zu verstehen, wie wir ticken, sagt Neurodiversitätsforscher André Zimpel: "Wenn ich weiß, worin mein Nervensystem besonders gut ist und wo ich Hilfe brauche, dann wird der Bildungserfolg besonders groß sein."]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Umstellung PHP 8.4]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=307</link>
			<pubDate>Tue, 20 May 2025 16:29:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=307</guid>
			<description><![CDATA[Umstellung von PHP7.4 auf 8.4 am 20.5 inkl aller Plugins und ProPortal durchgeführt und angepasst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Umstellung von PHP7.4 auf 8.4 am 20.5 inkl aller Plugins und ProPortal durchgeführt und angepasst.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wirkstoff lindert Entzündungen im Kleinhirn Neuer Forschungsansatz bei Autismus]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=297</link>
			<pubDate>Fri, 14 Mar 2025 17:30:25 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=297</guid>
			<description><![CDATA[Neuer Forschungsansatz bei Autismus<br />
<br />
Trient – Ein Forschungsteam der Universität Trient hat herausgefunden, dass der Wirkstoff N-Acetylcystein (NAC), der in vielen entzündungshemmenden und schleimlösenden Medikamenten enthalten ist, Entzündungen im Kleinhirn reduzieren und damit bestimmte Verhaltensdefizite bei Autismus abschwächen kann. Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift “Brain, Behavior and Immunity”, stellt einen neuen Forschungsansatz dar.<br />
<br />
Das Team unter der Leitung von Yuri Bozzi untersuchte über fünf Jahre hinweg die Rolle des Gens Cntnap2, das mit Autismus assoziiert ist. Die Ergebnisse zeigen, dass dessen Veränderung Entzündungen im Kleinhirn begünstigt, wodurch motorische, kognitive und verhaltensbezogene Einschränkungen auftreten können.<br />
<br />
Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass NAC kein Heilmittel gegen Autismus sei, schreibt die Nachrichtenagentur Ansa. Vielmehr wirkt es über Mikroglia-Zellen, die für die Immunabwehr im Gehirn zuständig sind. “Wenn N-Acetylcystein verabreicht wird, beginnen die Mikroglia effektiver zu arbeiten, indem sie Entzündungsschäden reduzieren”, erklärte Bozzi.<br />
<br />
Die Studie, an der auch Erstautor Luca Pangrazzi beteiligt war, wurde durch das “Train-Projekt” der Universität Trient und die “Fondazione Umberto Veronesi” finanziell unterstützt. Die Erkenntnisse liefern neue Einblicke in die biologischen Mechanismen von Autismus und legen nahe, dass genetische Faktoren sowie das Zusammenspiel von oxidativem Stress und Entzündung eine zentrale Rolle bei der Entstehung der Erkrankung spielen.<br />
<br />
Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich vor allem in sozialen und kommunikativen Einschränkungen sowie in repetitiven Verhaltensmustern äußert. Die Ausprägungen variieren stark – während einige Betroffene kaum auf ihre Umgebung reagieren, besitzen andere außergewöhnliche Fähigkeiten in bestimmten Bereichen. Die Ursachen sind vielfältig und noch nicht vollständig geklärt, doch genetische Faktoren und neurobiologische Prozesse spielen eine entscheidende Rolle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neuer Forschungsansatz bei Autismus<br />
<br />
Trient – Ein Forschungsteam der Universität Trient hat herausgefunden, dass der Wirkstoff N-Acetylcystein (NAC), der in vielen entzündungshemmenden und schleimlösenden Medikamenten enthalten ist, Entzündungen im Kleinhirn reduzieren und damit bestimmte Verhaltensdefizite bei Autismus abschwächen kann. Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift “Brain, Behavior and Immunity”, stellt einen neuen Forschungsansatz dar.<br />
<br />
Das Team unter der Leitung von Yuri Bozzi untersuchte über fünf Jahre hinweg die Rolle des Gens Cntnap2, das mit Autismus assoziiert ist. Die Ergebnisse zeigen, dass dessen Veränderung Entzündungen im Kleinhirn begünstigt, wodurch motorische, kognitive und verhaltensbezogene Einschränkungen auftreten können.<br />
<br />
Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass NAC kein Heilmittel gegen Autismus sei, schreibt die Nachrichtenagentur Ansa. Vielmehr wirkt es über Mikroglia-Zellen, die für die Immunabwehr im Gehirn zuständig sind. “Wenn N-Acetylcystein verabreicht wird, beginnen die Mikroglia effektiver zu arbeiten, indem sie Entzündungsschäden reduzieren”, erklärte Bozzi.<br />
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Die Studie, an der auch Erstautor Luca Pangrazzi beteiligt war, wurde durch das “Train-Projekt” der Universität Trient und die “Fondazione Umberto Veronesi” finanziell unterstützt. Die Erkenntnisse liefern neue Einblicke in die biologischen Mechanismen von Autismus und legen nahe, dass genetische Faktoren sowie das Zusammenspiel von oxidativem Stress und Entzündung eine zentrale Rolle bei der Entstehung der Erkrankung spielen.<br />
<br />
Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich vor allem in sozialen und kommunikativen Einschränkungen sowie in repetitiven Verhaltensmustern äußert. Die Ausprägungen variieren stark – während einige Betroffene kaum auf ihre Umgebung reagieren, besitzen andere außergewöhnliche Fähigkeiten in bestimmten Bereichen. Die Ursachen sind vielfältig und noch nicht vollständig geklärt, doch genetische Faktoren und neurobiologische Prozesse spielen eine entscheidende Rolle.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hinter der Fassade eines Autisten]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=294</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2025 19:15:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=294</guid>
			<description><![CDATA[Hinter der Fassade eines Autisten<br />
MENSCHEN MIT AUTISMUS KÖNNEN IM LAUFE IHRES LEBENS DAS WAHRNEHMEN VON EMOTIONEN ERLERNEN<br />
Das Material <!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.autism4all.at/images/attachtypes/pdf.png" title="Adobe Acrobat PDF" border="0" alt=".pdf" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=57" target="_blank" title="">hinter_der_fassade_eines_autisten.pdf</a> (Größe: 1,09 MB / Downloads: 1)
<!-- end: postbit_attachments_attachment -->]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hinter der Fassade eines Autisten<br />
MENSCHEN MIT AUTISMUS KÖNNEN IM LAUFE IHRES LEBENS DAS WAHRNEHMEN VON EMOTIONEN ERLERNEN<br />
Das Material <!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://www.autism4all.at/images/attachtypes/pdf.png" title="Adobe Acrobat PDF" border="0" alt=".pdf" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=57" target="_blank" title="">hinter_der_fassade_eines_autisten.pdf</a> (Größe: 1,09 MB / Downloads: 1)
<!-- end: postbit_attachments_attachment -->]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Einfach erklärt: Autismus, die wichtigsten Fragen und Antworten]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=291</link>
			<pubDate>Fri, 03 Jan 2025 09:22:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=291</guid>
			<description><![CDATA[Die Autismus-Spektrum-Störung gehört zu den neurologischen Entwicklungsstörungen. <br />
Weltweit sind circa 1 bis 1,5 Prozent der Menschen aus dem autistischen Spektrum. Aber wie zeichnet sich Autismus aus, wie wird die Störung diagnostiziert und wie entsteht sie?<br />
<br />
<br />
<a href="https://www.rnd.de/gesundheit/was-ist-autismus-symptome-diagnose-und-ursachen-einfach-erklaert-OTGMXYXCTJF6VLGSNSB2FAXWBY.html" rel="noopener" class="mycode_url">Einfach erklärt: Autismus, die wichtigsten Fragen und Antworten</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Autismus-Spektrum-Störung gehört zu den neurologischen Entwicklungsstörungen. <br />
Weltweit sind circa 1 bis 1,5 Prozent der Menschen aus dem autistischen Spektrum. Aber wie zeichnet sich Autismus aus, wie wird die Störung diagnostiziert und wie entsteht sie?<br />
<br />
<br />
<a href="https://www.rnd.de/gesundheit/was-ist-autismus-symptome-diagnose-und-ursachen-einfach-erklaert-OTGMXYXCTJF6VLGSNSB2FAXWBY.html" rel="noopener" class="mycode_url">Einfach erklärt: Autismus, die wichtigsten Fragen und Antworten</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Leben im Autismus-Spektrum - Wie lebt man in einer Welt, die nicht für einen ist?]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=290</link>
			<pubDate>Fri, 03 Jan 2025 09:17:31 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=290</guid>
			<description><![CDATA[Leben im Autismus-Spektrum - Wie lebt man in einer Welt, die nicht für einen ist?<br />
<br />
Wie lebt man in einer Welt, die nicht für einen ist?<br />
Victorine Fux, Humanmedizin-Studentin und Autistin, erzählt von ihrem Alltag zwischen Reizüberflutung, Masking und ihrem Vertrauenshund Milu – und warum sie sich wünscht, dass Autismus bei Frauen besser erkannt wird.<br />
<br />
Victorine Fux sitzt auf dem Boden ihrer WG in Zollikon ZH und streicht ihrem Vertrauenshund Milu sanft über den Kopf. Der Hund liegt halb auf, halb neben ihr und wirkt wie ein lebendiger Anker. Es ist ein gewöhnlicher Nachmittag, doch für Victorine, 21 Jahre alt und Humanmedizin-Studentin an der ETH Zürich, ist kein Tag wirklich gewöhnlich.<br />
<a href="https://www.srf.ch/news/gesellschaft/leben-im-autismus-spektrum-wie-lebt-man-in-einer-welt-die-nicht-fuer-einen-ist" rel="noopener" class="mycode_url">Leben im Autismus-Spektrum</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Leben im Autismus-Spektrum - Wie lebt man in einer Welt, die nicht für einen ist?<br />
<br />
Wie lebt man in einer Welt, die nicht für einen ist?<br />
Victorine Fux, Humanmedizin-Studentin und Autistin, erzählt von ihrem Alltag zwischen Reizüberflutung, Masking und ihrem Vertrauenshund Milu – und warum sie sich wünscht, dass Autismus bei Frauen besser erkannt wird.<br />
<br />
Victorine Fux sitzt auf dem Boden ihrer WG in Zollikon ZH und streicht ihrem Vertrauenshund Milu sanft über den Kopf. Der Hund liegt halb auf, halb neben ihr und wirkt wie ein lebendiger Anker. Es ist ein gewöhnlicher Nachmittag, doch für Victorine, 21 Jahre alt und Humanmedizin-Studentin an der ETH Zürich, ist kein Tag wirklich gewöhnlich.<br />
<a href="https://www.srf.ch/news/gesellschaft/leben-im-autismus-spektrum-wie-lebt-man-in-einer-welt-die-nicht-fuer-einen-ist" rel="noopener" class="mycode_url">Leben im Autismus-Spektrum</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Familie Seidl]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=281</link>
			<pubDate>Sat, 20 Apr 2024 20:22:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=93">Seidl</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=281</guid>
			<description><![CDATA[Das ist der Familien-Account der Seidl's :-) <br />
<img src="https://www.autism4all.at/images/smilies/blush.png" alt="Blush" title="Blush" class="smilie smilie_12" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das ist der Familien-Account der Seidl's :-) <br />
<img src="https://www.autism4all.at/images/smilies/blush.png" alt="Blush" title="Blush" class="smilie smilie_12" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am 2. April 2024 ist der jährliche Welt-Autismus-Tag!]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=273</link>
			<pubDate>Sun, 31 Mar 2024 16:23:28 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=273</guid>
			<description><![CDATA[Am 2. April 2024 ist der jährliche Welt-Autismus-Tag! <br />
<br />
Welt-Autismus-Tag<br />
2008 wurde der Welt-Autismus-Tag zum ersten Mal begangen. Seither findet er jährlich statt und wird international gefeiert. Seit seiner Einführung durch die Vereinten Nationen macht er auf die Bedeutung der Früherkennung sowie geeigneter Forschungs- und Interventionsmaßnahmen für Betroffene aufmerksam.<br />
<br />
Autismus ist zwar nicht heilbar, doch die Lebensqualität von Betroffenen kann durch eine Früherkennung, die Gewissheit bringt, sowie durch ein unterstützendes Umfeld maßgeblich verbessert werden. Insbesondere die Eltern der Betroffenen spielen dabei eine wichtige Rolle. Weiters kann geschultes Lehrpersonal einen positiven Beitrag leisten.<br />
<br />
Den einen Autismus gibt es nicht<br />
Es gibt viele verschiedene Arten von Autismus, z.B. den frühkindlichen Autismus oder das Asperger-Syndrom. Autismus ist eine Entwicklungsstörung, der komplexe Störungen des zentralen Nervensystems zu Grunde liegen. Das betrifft vor allem die Wahrnehmungsverarbeitung. <br />
<br />
Autismus erschwert Betroffenen die Beziehungen zur Umwelt, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft, da sowohl kognitive, sprachliche, motorische und emotionale als auch interaktionale Funktionen betroffen sein können. Hinzu kommen zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten, die besonders für die Bezugspersonen im alltäglichen Umgang mit den autistischen Menschen eine Herausforderung darstellen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 2. April 2024 ist der jährliche Welt-Autismus-Tag! <br />
<br />
Welt-Autismus-Tag<br />
2008 wurde der Welt-Autismus-Tag zum ersten Mal begangen. Seither findet er jährlich statt und wird international gefeiert. Seit seiner Einführung durch die Vereinten Nationen macht er auf die Bedeutung der Früherkennung sowie geeigneter Forschungs- und Interventionsmaßnahmen für Betroffene aufmerksam.<br />
<br />
Autismus ist zwar nicht heilbar, doch die Lebensqualität von Betroffenen kann durch eine Früherkennung, die Gewissheit bringt, sowie durch ein unterstützendes Umfeld maßgeblich verbessert werden. Insbesondere die Eltern der Betroffenen spielen dabei eine wichtige Rolle. Weiters kann geschultes Lehrpersonal einen positiven Beitrag leisten.<br />
<br />
Den einen Autismus gibt es nicht<br />
Es gibt viele verschiedene Arten von Autismus, z.B. den frühkindlichen Autismus oder das Asperger-Syndrom. Autismus ist eine Entwicklungsstörung, der komplexe Störungen des zentralen Nervensystems zu Grunde liegen. Das betrifft vor allem die Wahrnehmungsverarbeitung. <br />
<br />
Autismus erschwert Betroffenen die Beziehungen zur Umwelt, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft, da sowohl kognitive, sprachliche, motorische und emotionale als auch interaktionale Funktionen betroffen sein können. Hinzu kommen zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten, die besonders für die Bezugspersonen im alltäglichen Umgang mit den autistischen Menschen eine Herausforderung darstellen können.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Angenehme Weihnachten für Kinder mit Autismus]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=268</link>
			<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 09:19:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=268</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
Treffen mit Verwandten und Freunden als große Herausforderung<br />
Aber auch viele Menschen auf einem Fleck können für den Betroffenen eine große Herausforderung bedeuten: Die Schwierigkeiten, Mimik, Gestik und nonverbale Botschaften zu verstehen, können zu Kommunikationsproblemen führen. Oft fühlen sich Menschen im Autismusspektrum unsicher und überfordert, was zu Rückzug und Isolation führt.<br />
<br />
<br />
Geduld und Verständnis sind entscheidend. Direkte Kommunikation ist wichtig, um Wünsche und Erwartungen zu klären.<br />
<br />
<br />
Priv.-Doz. Dr. Daniel Holzinger, Leiter des Zentrums für Kommunikation und Sprache, Konventhospital der Barmherzigen Brüder Linz<br />
<br />
<br />
„Geduld und Verständnis sind entscheidend. Direkte Kommunikation ist wichtig, um Wünsche und Erwartungen zu klären. Es kann auch helfen, gewohnte Rituale beizubehalten und Veränderungen zu vermeiden, wenn dies möglich ist. Ebenso ist es hilfreich, frühzeitig über mögliche Herausforderungen zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu finden“, rät der Autismus-Experte.<br />
<br />
Struktur durch Traditionen<br />
Dennoch gibt es auch positive Aspekte zu nennen: Weihnachten bringt Bräuche und Traditionen mit sich, die eine Struktur bieten, auf die Menschen mit Autismus gut reagieren. Das Aufstellen des Christbaums und das Singen von bekannten Weihnachtsliedern sind beispielsweise Rituale, die Halt und Sicherheit geben können.<br />
<br />
„Es ist von großer Bedeutung, das Verständnis und die Akzeptanz für Menschen mit Autismus in der Gesellschaft zu erhöhen. Indem wir uns ihrer besonderen Bedürfnisse bewusst werden und ihnen die nötige Unterstützung und den Raum geben, können wir dazu beitragen, dass sie die Weihnachtszeit im Kreise ihrer Lieben genauso genießen können wie jeder andere“, plädiert Doz. Dr. Holzinger für mehr Sensibilität und Einfühlungsvermögen.<br />
<br />
Experten-Tipps rund um Weihnachten:<br />
<br />
Sprechen Sie im Vorfeld über die weihnachtlichen Traditionen und Abläufe, um Überraschungen zu vermeiden. Verwenden Sie visuelle Unterstützung wie Kalender, Checklisten und Bilder, um etwa den Zeitplan zu verdeutlichen.<br />
Menschen mit Autismus benötigen eine klare Struktur und vorhersehbare Abläufe. Versuchen Sie, die übliche Routine so weit wie möglich einzuhalten und Veränderungen frühzeitig mitzuteilen.<br />
<br />
Manche Betroffene sind empfindlicher gegenüber bestimmten Sinnesreizen wie Geräuschen, Lichtern oder Gerüchen. Achten Sie darauf, dass es während der Feierlichkeiten eine ruhige Ecke gibt, in der sich Ihr Kind zurückziehen kann, um Reize zu verarbeiten.<br />
<br />
Ebenso können soziale Interaktionen für Menschen mit Autismus herausfordernd sein. Geben Sie ihnen auch in diesen Fällen die Möglichkeit, sich zeitweise zurückzuziehen.<br />
<br />
Informieren Sie Gäste über die besonderen Bedürfnisse und ersuchen Sie um Verständnis und Rücksichtnahme. Geben Sie ihnen auch Tipps, wie sie am besten mit der Person interagieren können.<br />
<br />
Weihnachten ist eine Zeit des Miteinanders, dennoch ist es wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse und Grenzen Ihres Kindes zu achten. Seien Sie flexibel und respektieren Sie, wenn es bestimmte Traditionen oder Aktivitäten nicht mitmachen möchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
Treffen mit Verwandten und Freunden als große Herausforderung<br />
Aber auch viele Menschen auf einem Fleck können für den Betroffenen eine große Herausforderung bedeuten: Die Schwierigkeiten, Mimik, Gestik und nonverbale Botschaften zu verstehen, können zu Kommunikationsproblemen führen. Oft fühlen sich Menschen im Autismusspektrum unsicher und überfordert, was zu Rückzug und Isolation führt.<br />
<br />
<br />
Geduld und Verständnis sind entscheidend. Direkte Kommunikation ist wichtig, um Wünsche und Erwartungen zu klären.<br />
<br />
<br />
Priv.-Doz. Dr. Daniel Holzinger, Leiter des Zentrums für Kommunikation und Sprache, Konventhospital der Barmherzigen Brüder Linz<br />
<br />
<br />
„Geduld und Verständnis sind entscheidend. Direkte Kommunikation ist wichtig, um Wünsche und Erwartungen zu klären. Es kann auch helfen, gewohnte Rituale beizubehalten und Veränderungen zu vermeiden, wenn dies möglich ist. Ebenso ist es hilfreich, frühzeitig über mögliche Herausforderungen zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu finden“, rät der Autismus-Experte.<br />
<br />
Struktur durch Traditionen<br />
Dennoch gibt es auch positive Aspekte zu nennen: Weihnachten bringt Bräuche und Traditionen mit sich, die eine Struktur bieten, auf die Menschen mit Autismus gut reagieren. Das Aufstellen des Christbaums und das Singen von bekannten Weihnachtsliedern sind beispielsweise Rituale, die Halt und Sicherheit geben können.<br />
<br />
„Es ist von großer Bedeutung, das Verständnis und die Akzeptanz für Menschen mit Autismus in der Gesellschaft zu erhöhen. Indem wir uns ihrer besonderen Bedürfnisse bewusst werden und ihnen die nötige Unterstützung und den Raum geben, können wir dazu beitragen, dass sie die Weihnachtszeit im Kreise ihrer Lieben genauso genießen können wie jeder andere“, plädiert Doz. Dr. Holzinger für mehr Sensibilität und Einfühlungsvermögen.<br />
<br />
Experten-Tipps rund um Weihnachten:<br />
<br />
Sprechen Sie im Vorfeld über die weihnachtlichen Traditionen und Abläufe, um Überraschungen zu vermeiden. Verwenden Sie visuelle Unterstützung wie Kalender, Checklisten und Bilder, um etwa den Zeitplan zu verdeutlichen.<br />
Menschen mit Autismus benötigen eine klare Struktur und vorhersehbare Abläufe. Versuchen Sie, die übliche Routine so weit wie möglich einzuhalten und Veränderungen frühzeitig mitzuteilen.<br />
<br />
Manche Betroffene sind empfindlicher gegenüber bestimmten Sinnesreizen wie Geräuschen, Lichtern oder Gerüchen. Achten Sie darauf, dass es während der Feierlichkeiten eine ruhige Ecke gibt, in der sich Ihr Kind zurückziehen kann, um Reize zu verarbeiten.<br />
<br />
Ebenso können soziale Interaktionen für Menschen mit Autismus herausfordernd sein. Geben Sie ihnen auch in diesen Fällen die Möglichkeit, sich zeitweise zurückzuziehen.<br />
<br />
Informieren Sie Gäste über die besonderen Bedürfnisse und ersuchen Sie um Verständnis und Rücksichtnahme. Geben Sie ihnen auch Tipps, wie sie am besten mit der Person interagieren können.<br />
<br />
Weihnachten ist eine Zeit des Miteinanders, dennoch ist es wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse und Grenzen Ihres Kindes zu achten. Seien Sie flexibel und respektieren Sie, wenn es bestimmte Traditionen oder Aktivitäten nicht mitmachen möchte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Autismus: Anzeichen und Umgang mit autistischen Kindern]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=266</link>
			<pubDate>Tue, 19 Dec 2023 19:29:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=266</guid>
			<description><![CDATA[Aber auch wenn die Diagnose feststeht, haben viele Eltern und Angehörige Schwierigkeiten im Umgang mit dem betroffenen Kind. Das führt sehr oft zu vielen Missverständnissen und Konflikten.<br />
Dieser Artikel soll dir also in erster Linie Hinweise geben,...<br />
... wie du Autismus bei deinem Kind erkennst und <br />
... auf was du im Umgang mit einem autistischen Kind beachten sollst<br />
Damit wird das Leben für euch alle wesentlich leichter und entspannter…<br />
 <br />
Wie du ruhig und gelassen bleibst, auch wenn dich dein Kind gerade nervt<br />
Wie du mit einem Wutanfall deines Kindes richtig umgehst<br />
Wie du es schaffst, dass dein Kind mit dir arbeitet anstatt gegen dich<br />
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Was ist Autismus? Eine kurze Einführung<br />
Um gleich mal mit den größten Missverständnissen aufzuräumen:<br />
1<br />
Autismus ist keine Krankheit. Es ist eine Entwicklungsstörung, die sich in sehr vielfältigen Formen, Ausprägungen und Schweregraden zeigt. Daher spricht man auch von einer Autismus-Spektrum-Störung. Je nach Schweregrad gibt es verschiedene Bezeichnungen (siehe „Die 3 häufigsten Formen von Autismus“)<br />
2<br />
Autismus ist nicht heilbar. Es lassen sich lediglich die Symptome und die daraus resultierenden Schwierigkeiten im Alltag „behandeln“ – in Form von Verhaltenstherapien beispielsweise. Die Prognose richtet sich demnach auch sehr individuell nach dem jeweiligen Schweregrad.<br />
3<br />
Autismus ist angeboren. Die Ursachen von Autismus sind nicht hundertprozentig bekannt. Anhand der Zwillingsforschung werden genetische Anlagen vermutet. Sehr selten können auch einige Krankheiten bewirken, dass ein Kind autistische Züge entwickelt (z.B. Tuberöse Sklerose).<br />
Grundsätzlich handelt es sich um eine gestörte Entwicklung der Hirnfunktionen. Betroffen sind in erster Linie die Gehirnbereiche, die für die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zuständig sind.<br />
Trotz der sehr individueller Ausprägungen gibt es etliche Merkmale, die autistische Kinder gemeinsam haben. Kommen wir daher nun zu den Anzeichen einer autistischen Störung:<br />
Wie äußert sich Autismus bei Kindern?<br />
Die folgende Grafik zeigt die üblichen Merkmale und Symptome einer Autismus-Spektrum-Störung: <br />
 <br />
Autismus Kind: Merkmale<br />
Wie gesagt, die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. <br />
Die größten Unterschiede gibt es vermutlich im Bereich der Intelligenz. Während der frühkindliche Autismus meistens mit einer eingeschränkten Intelligenz einhergeht, können Kinder mit Asperger-Autismus sogar hochbegabt sein. <br />
Im letzteren Fall zeigt sich dann sehr oft eine sogenannte Inselbegabung, d.h. eine überdurchschnittliche Begabung in einem bestimmten Bereich. Oft sind das mathematische oder wissenschaftliche Themen, aber auch das ist sehr individuell. So zeigt mein Sohn beispielsweise außerordentliche musikalische sowie sprachliche Fähigkeiten.<br />
Doch nicht jedes Kind, welches gerne alleine spielt oder Blickkontakt meidet, hat deswegen gleich Autismus. Daher möchte ich hier noch etwas genauer auf die einzelnen Merkmale eingehen:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Auffälligkeiten in der Interaktion</span><br />
Autisten meiden in der Regel den direkten Blickkontakt. Das kann mitunter schon bei Babys auffallen. Besonders beim frühkindlichen Autismus zeigen sich schon sehr zeitig gewisse Auffälligkeiten. So kann es sein, dass betroffene Babys kaum oder gar nicht auf ihre Eltern reagieren. „Normale“ Babys beobachten die Eltern, lächeln ca. ab dem 2. Lebensmonat zurück, wenn sie angelächelt werden und zeigen verschiedene Mimiken. <br />
Das ist bei autistischen Babys – je nach Ausprägung – anders. Manche Eltern denken sogar, ihr Kind wäre blind oder hörgeschädigt, weil es nicht auf Interaktionen reagiert oder sogar völlig teilnahmslos wirkt. Dies sollte natürlich ärztlich abgeklärt werden.<br />
Auch in punkto Körperkontakt verhalten sich Autisten anders. Während Babys und Kleinkinder normalerweise die Nähe zu den Eltern suchen, hat man bei autistischen Kindern oft das Gefühl, dass sie sich regelrecht dagegen sträuben. So lassen sie sich beispielsweise nicht beruhigen, wenn sie in den Arm genommen werden oder wehren sich direkt dagegen.<br />
Bei leichteren Formen wie z.B. dem Asperger-Syndrom fallen diese Aspekte oftmals erst später auf, wenn sich der Kontakt nicht mehr nur auf Eltern und Familie beschränkt. <br />
Mehr dazu im nächsten Punkt:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Auffälligkeiten im sozialen Bereich</span><br />
Autistische Kinder spielen oft allein<br />
Alle Kinder mit autistischen Zügen zeigen Auffälligkeiten in Bezug auf soziale Kontakte. Doch auch hier gibt es wieder ein sehr breites Spektrum.<br />
Während die einen überhaupt nicht daran interessiert sind, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, wünschen sich andere autistische Kinder durchaus Freundschaften. Es fällt ihnen allerdings schwer, diese aufzubauen und/oder zu halten. In der Regel haben sie maximal eine/n Freund/in anstatt eines großen Freundeskreises. An diese eine Bezugsperson klammern sie sich dann allerdings sehr intensiv, was wiederum zu Problemen führen kann (z.B. durch Eifersucht).<br />
Je nach Schweregrad bemerken Eltern diese Auffälligkeiten in der Regel erst innerhalb der ersten Lebensjahre. Meistens zeigt es sich, wenn die Kinder in die Kita kommen. Während andere Kinder den Kontakt zu Gleichaltrigen suchen, verhalten sich autistische Kinder diesbezüglich desinteressiert oder sogar aktiv abweisend.<br />
<span style="font-family: 'Segoe UI Symbol', sans-serif;" class="mycode_font">➡</span>️ Eigenes Beispiel<br />
 <br />
(Die Autorin dieses Artikels ist Mutter eines inzwischen 23-jährigen Sohnes mit Asperger-Autismus.)<br />
Obwohl mein Sohn „nur“ vom Asperger-Syndrom betroffen ist, fiel mir relativ früh auf, dass er anders war als andere Kinder. Ich ging mit ihm von Anfang an einmal monatlich zum „Babytreffen“. Während sich die anderen Babys mehr oder weniger neugierig beäugten, schrie meiner aus Leibeskräften, sobald eines der anderen Kinder zappelte oder ein Geräusch von sich gab. Er ließ sich dann auch nicht wieder beruhigen.<br />
In der Annahme, er wäre es lediglich nicht gewohnt, unter Kindern zu sein, besuchte ich ab dem 8. Monat mit ihm wöchentlich eine Krabbelgruppe. Doch auch dort geschah das Gleiche. Kaum war er im Raum mit den anderen Kleinkindern, krallte er sich an mir fest und brüllte so lange, bis wir nach ca. 1 Stunde wieder gingen. Das wiederholte sich Woche für Woche. Die Leiterin der Gruppe sagte, so etwas hätte sie noch nie erlebt…<br />
Erst mit 2 Jahren besserte sich die Situation plötzlich, als er merkte, dass er den anderen Kindern einfach aus dem Weg gehen konnte. So konnte er dann sogar die Kita besuchen, wo er meistens für sich alleine spielte und zunächst als ruhiges, zurückhaltendes und liebes Kind geschätzt wurde.<br />
Sobald also auffällt, dass sich das Kind Gleichaltrigen gegenüber anders verhält als andere Kinder, sollte die Möglichkeit einer Autismus-Störung in Betracht gezogen werden.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Emotionale Besonderheiten</span><br />
Im Bereich der Emotionen zeigen sich bei Autisten zwei Auffälligkeiten: <br />
1<br />
Ihr Emotions-Spektrum ist stark reduziert. D.h., sie wirken entweder sehr emotionslos (verträumt, in-sich-gekehrt, teilnahmslos) oder zeigen nur wenige, dafür aber sehr extreme Gefühlslagen und haben diese dann nur schwer oder gar nicht unter Kontrolle.<br />
2<br />
Sie sind nicht in der Lage, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen, nachzuvollziehen oder darauf Rücksicht zu nehmen (= fehlende Empathie-Fähigkeit)<br />
Auch hier hängt die Ausprägung wiederum vom Schweregrad der Störung ab. <br />
<span style="font-family: 'Segoe UI Symbol', sans-serif;" class="mycode_font">➡</span>️ Eigenes Beispiel<br />
Mein Sohn gehört zur Sorte „extreme Emotionen“, die er nur schwer kontrollieren kann. Er empfindet nach meiner Interpretation 3 Gefühle: Freude, Trauer und Wut. Sämtliche anderen Abstufungen von Emotionen gliedern sich dort ein. <br />
Das heißt, dass er beispielsweise schon als Baby entweder aus voller Kraft brüllte oder eben nicht. Zwischenphasen wie Schmollen, Wimmern, leichtes Weinen etc. gab es nicht. Auch wechselten die Gefühle von einer Sekunde auf die andere. Er lag entspannt da, im nächsten Moment schrie er aus Leibeskräften. War seine Welt wieder in Ordnung, wechselte seine Stimmung genauso abrupt zurück.<br />
Auch später blieb das so. Die Ausdrucksweise „himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“ (alternativ „rasend vor Wut“) beschreibt es ziemlich treffend.<br />
 <br />
Diese extrem stark empfundenen Gefühle zeigen sich auch darin, dass Autisten oft sehr empfindlich auf Geräusche, Gerüche, Geschmack, Schmerzen, Berührungen etc. reagieren. So werden viele autistische Kinder gleichzeitig als hochsensible Kinder eingestuft. Allerdings reagieren sie nicht immer gleich auf ähnliche Reize – während das Ticken einer Uhr als unerträglich empfunden werden kann, stört gleichzeitig der Fernseher auf voller Lautstärke überhaupt nicht.<br />
Allen Autisten gemein ist die fehlende Empathie. Dadurch wird ihnen oft unterstellt, sie wären egoistisch, rücksichtslos oder schlimmeres. Doch die Wahrheit ist: Sie KÖNNEN es einfach nicht. Jedoch führt das häufig zu Mobbing in der Schule.<br />
Sie erkennen z.B. weder anhand Mimik und Gestik noch an Sprache und Tonfall, welches Gefühl ihr Gegenüber gerade hat. Mit der Zeit lernen sie, z.B. Lachen als Freude und Weinen als Trauer zu deuten, doch schon wenn jemand vor Freude weint, sind sie hochgradig verwirrt.<br />
Darüber hinaus projizieren Autisten ihre eigenen Gefühle auf das gesamte Umfeld. So kommt es vor, dass z.B. sämtliche Familienmitglieder am Frühstückstisch von dem autistischen Kind angeschrien werden, nur weil es sich gerade die Zunge am Kakao verbrannt hat. Dabei ruhig und verständnisvoll zu bleiben, ist zugegebenermaßen eine Herausforderung!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Verhaltensauffälligkeiten</span><br />
Autistische Kinder verhalten sich oftmals anders als andere Kinder. Je stärker die Ausprägung der Störung, desto auffälliger wird das. So zeigen Kinder mit frühkindlichem Autismus oft stereotypes Verhalten (endloses Wiederholen bestimmter Handlungen). Auch Tics und Zwangshandlungen können vorkommen. Manche Kinder neigen sogar zu Selbstverletzung, indem sie sich beispielsweise selbst blutig beißen oder kratzen.<br />
Bei leichteren Formen fällt auf, dass die Kinder zum Teil ungewöhnliche Interessen haben oder sich für ein „normales“ Thema ungewöhnlich intensiv interessieren. Sie hatte mein Sohn z.B. seine Dinosaurierphase, die dazu führte, dass er mit 4 Jahren ca. 300 Dinosaurierarten mit Namen sowie Bestimmungsmerkmalen auswendig kannte.<br />
 <br />
Das Spielverhalten autistischer Kinder ist ebenfalls auffällig. Sie bevorzugen in der Regel alles, was man alleine spielen kann. Rollen- und Fantasiespiele kommen eher nicht vor. Oft ist ihr Spielverhalten eher „wissenschaftlich“ – sie interessieren sich meistens mehr für einzelne Details oder Zahlen und Fakten (siehe Dinosaurierbeispiel).<br />
Weiterhin typisch für Autisten ist das Festhalten an Gewohnheiten und Routinen. Auch dies steigert sich oft bis zum Fanatismus und ein Abweichen davon führt nicht selten zu Wutanfällen oder totaler Verzweiflung. Dies kann sehr extreme Ausmaße annehmen. So bekam mein Sohn beispielweise regelmäßig Tobsuchtsanfälle, wenn die Käsescheibe zu schmal war und nicht exakt auf den Toast passte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Sprachliche Besonderheiten</span><br />
Kinder mit Autismus verstehen keine Redewendungen<br />
Gehirn-Scans von Autisten zeigen Auffälligkeiten in den Bereichen, die für die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zuständig sind. So verwundert es nicht, dass autistische Kinder sprachliche Besonderheiten aufweisen. Diese zeigen sich natürlich erst mit zunehmendem Alter.<br />
 <br />
So sind Kinder mit frühkindlichem Autismus in der Regel in ihrer Sprachentwicklung verzögert, sprechen gar nicht oder zeigen deutliche Auffälligkeiten. Sie wiederholen z.B. einzelne Wörter oder Sätze immer und immer wieder (Echolalie). Mitunter ist es schwierig bis unmöglich, mit ihnen eine normale Unterhaltung zu führen.<br />
Bei den leichteren Autismus-Formen fällt auf, dass oft ungewöhnliche Wörter oder eigene Wort- und Satzkreationen verwendet werden. Auch wirkt die Sprache autistischer Kinder oft sehr „gewählt“, steif oder fast schon wissenschaftlich. Gleichzeitig ecken sie dann wieder mit unpassenden Äußerungen wie Schimpfwörtern oder ähnlichem an. Ein autistisches Kind versteht nicht, weshalb Gleichaltrige über ein Schimpfwort lachen, während sich Eltern und Erzieher darüber aufregen!<br />
Sehr auffällig und allen Autisten gemeinsam ist, dass sie Witze, Ironie und Metaphern nicht verstehen und ALLES wörtlich nehmen. Das führt regelmäßig zu Missverständnissen.<br />
<span style="font-family: 'Segoe UI Symbol', sans-serif;" class="mycode_font">➡</span>️ Eigenes Beispiel<br />
Mein Sohn war in der 3. Klasse und schaute zu Hause eine Kinderserie. Darin sagte ein Junge zu seinem Freund: „Ich muss jetzt nach Hause. Meine Mutter bringt mich um, wenn ich schon wieder zu spät komme.“<br />
Mein Sohn fragte mich völlig entsetzt, weshalb die Mutter ihren Sohn umbringen würde, nur weil er zu spät kommt. Ich erklärte ihm, dass es nur eine Redensart ist um auszudrücken, dass sie dann sehr sauer auf ihn wäre.<br />
Als sich mein Sohn einige Tage später in der Schule über seine Lehrerin ärgerte, warf er ihr an den Kopf, er würde sie umbringen. Ich wurde zur Aussprache geladen und musste erklären, weshalb er so etwas äußert…<br />
Wie du siehst, zeigen Autisten relativ viele Auffälligkeiten, auch wenn sie mal mehr und mal weniger deutlich auftreten.<br />
Grundsätzlich gilt: Solltest du eines oder mehrere dieser Anzeichen bei deinem Kind beobachten, besteht zumindest der Verdacht auf Autismus …<br />
Ich glaube, mein Kind ist autistisch – was nun?<br />
Hast du den Verdacht, dass dein Baby oder (Klein-) Kind autistische Züge haben könnte, lass es unbedingt abklären. Bestätigt sich deine Vermutung nicht, ist das immer noch besser als ein unerkannter Autismus. Denn je eher dein Kind die passende Unterstützung (und vor allem Verständnis) bekommt, desto besser sind die Entwicklungsprognosen.<br />
Sprich zunächst mit dem Kinderarzt über deine Vermutung. Er wird dich zu einem Kinderpsychologen überweisen. Ich rate, darauf zu achten, dass sich der Psychologe mit Autismus auskennt. Es gibt spezielle Autismuszentren, an die du dich wenden kannst. Grundsätzlich gilt:<br />
Du kennst dein Kind am besten und wenn du den Verdacht hast, es könnte Autismus haben, geh der Sache auf den Grund!<br />
Der Umgang mit einem autistischen Kind<br />
Das Wichtigste, was du im Umgang mit Autisten beachten solltest, ist Verständnis zu haben für ihre Besonderheiten. Und gleichzeitig ist es auch das Schwierigste…<br />
 <br />
Im Gegensatz zu anderen Entwicklungsstörungen oder körperlichen Einschränkungen ist Autismus nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Besonders Asperger-Autisten mit normaler Intelligenz oder gar einer Hochbegabung werden häufig missverstanden. Es wird von ihnen erwartet, dass sie sich „normal“ benehmen, da man den Autismus nun mal nicht sehen kann.<br />
 <br />
Selbst als Mutter habe ich mich oft gefragt, warum mein Kind manche Dinge einfach nicht versteht. Mir hat es sehr geholfen, als ich in einer TV-Reportage die Aufnahmen von Gehirn-Scans von Autisten gesehen habe und dort tatsächlich Auffälligkeiten erkennbar waren. Zum ersten Mal war es für mich SICHTBAR, dass mein Sohn nichts dafür kann, dass er so ist, wie er ist.<br />
 <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mach dir also immer wieder bewusst:</span><br />
 <br />
Dein autistisches Kind ist weder dumm noch schlecht erzogen. Es will dich nicht absichtlich ärgern. Es ist nicht egoistisch oder bösartig. Es ist ein wundervoller Mensch mit einem kleinen „Programmierfehler“ im Gehirn. Punkt.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8 bewährte Praxis-Tipps im Umgang mit Autisten</span><br />
Diese 8 Praxis-Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung helfen dir, wenn du Schwierigkeiten im Umgang mit deinem autistischen Kind hast: <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Logische Regeln mit viel Freiraum</span><br />
Ersichtliche Regeln<br />
Autisten finden sich besser zurecht, wenn es klare Regeln und Strukturen gibt. Diese müssen allerdings verständlich sein und es muss sich IMMER daran gehalten werden. Gelten beispielweise für Geschwisterkinder andere Regeln, dann wird sich dein kleiner Autist sofort dagegen auflehnen. Auch eine EINZIGE Ausnahme kann dazu führen, dass dein Kind die Regel ab sofort nicht mehr anerkennt.<br />
Darüber hinaus rate ich dazu, einem autistischen Kind so viel Freiraum zu lassen wie möglich. Lass es sich mit den Dingen beschäftigen, mit denen es sich beschäftigen will. Lass es so viel wie möglich alleine entscheiden, sofern es dazu in der Lage ist. Und lass es lieber natürliche Konsequenzen spüren als es zu bestrafen (siehe Punkt 3).<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Klare Kommunikation</span><br />
Autistische Kinder benötigen eine sehr klare und deutliche Kommunikation. Sie verstehen keine Ironie, keine Sprichwörter oder Andeutungen. Sie nehmen ALLES wörtlich.<br />
Achte daher sehr genau darauf, was du zu deinem Kind sagst. Es nimmt auch sehr schnell alles persönlich!<br />
Gerade wenn es um Emotionen geht, ist Kommunikation extrem wichtig. Dein autistisches Kind erkennt nicht, ob du gerade traurig, müde, wütend, enttäuscht etc. bist. Selbst wenn du krank bist und deine Ruhe brauchst, kann das ein Autist nicht erkennen. Du musst es ihm erklären!<br />
 <br />
Je mehr du mit deinem autistischen Kind sprichst und ihm deine eigenen Gefühle erklärst, desto besser. Vor allem Asperger-Autisten lernen dadurch über den Verstand, die Emotionen anderer Menschen zu erkennen und zu verstehen. Außerdem förderst du dadurch auch die Sprachentwicklung deines Kindes.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Vergiss Belohnung und Strafe</span><br />
Belohnen und bestrafen funktioniert bei Autisten in der Regel NICHT. Autisten verhalten sich immer aus ihrer eigenen Gefühlslage heraus. Sind sie z.B. wütend und schreien herum, dann wird sie die Androhung einer Strafe nur noch wütender machen. Den Gedankengang „wenn ich mich zusammenreiße, vermeide ich die Strafe“ können sie nicht umsetzen. Besser ist es, sie „austoben“ zu lassen und hinterher in Ruhe darüber zu sprechen.<br />
Der Ansatz der bedürfnisorientierten Erziehung ist für Autisten daher meiner Erfahrung nach äußerst hilfreich. Wahrscheinlich merkst du sowieso recht schnell, dass die klassischen Erziehungsmethoden bei einem autistischen Kind nicht funktionieren.<br />
Ein Autist freut sich über die Belohnung und ärgert sich über die Strafe – kann jedoch beides nicht mit dem eigenen Verhalten in Verbindung bringen!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Probier’s mal mit Gelassenheit</span><br />
Autistisches Kind ist sehr genau<br />
Wenn ich durch meinen Sohn etwas gelernt habe, dann ist es Gelassenheit! Und die Fähigkeit, mich seinen Besonderheiten anzupassen…<br />
Wenn er ein und denselben Film zum 12. Mal mit mir anschauen wollte, hab ich es über mich ergehen lassen. Wenn er vor Wut auf einen Tisch eingeprügelt hat, weil er sich daran gestoßen hatte, hab ich nur seufzend zugeschaut. Wenn er monatelang jeden Tag Salamibrot essen wollte, hat er das bekommen. (Autisten haben oft sehr spezielle Ernährungsgewohnheiten.) Und so weiter…<br />
Sehr oft wurde mir vorgeworfen, mein Kind wäre einfach nur verwöhnt. Vielleicht kennst du das auch. Lass dich davon nicht verunsichern. Du kennst dein Kind am besten und weißt, dass es besondere Eigenarten hat, die nichts mit deiner Erziehung zu tun haben.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Vorsicht bei Veränderungen</span><br />
Autisten fällt es schwer, mit Veränderungen klarzukommen. Wenn gewohnte Abläufe unterbrochen werden, haben sie große Schwierigkeiten, das zu akzeptieren. Vor allem, wenn ihre eigenen Rituale und Gewohnheiten gestört werden, reagieren sie oft mit extremen Wutanfällen.<br />
Versuche daher, soweit es geht, Veränderungen zu vermeiden oder vorher rechtzeitig anzukündigen und vor allem zu erklären! <br />
Stelle einen Autisten möglichst NIE vor vollendete Tatsachen.<br />
Und das betrifft auch Kleinigkeiten. Wenn es die einzige Käsesorte nicht gab, die dein Kind isst, leg ihm nicht einfach eine andere Sorte aufs Brot in der Hoffnung, er/sie wird es nicht merken. Der Wutanfall ist vorprogrammiert!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. In die Gefühlswelt eintauchen</span><br />
Versuche immer wieder, die Gefühlswelt deines Kindes zu verstehen. Warum ist es gerade wütend? Warum ist es traurig? Akzeptiere diese Gefühle, auch wenn du es vielleicht nicht nachvollziehen kannst. Sätze wie „Das ist doch nicht so schlimm!“ frustrieren dein Kind. Für ihn/sie ist es schlimm!<br />
Und mach dir immer wieder klar, dass dein Kind die Gefühle anderer nicht verstehen KANN. Es ist nicht egoistisch! Es kann einfach nicht anders. Es kann keine Rücksicht nehmen auf die Gefühle anderer, weil es diese gar nicht wahrnimmt. Daher kann es auch sein Verhalten nicht dementsprechend anpassen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Entspannung ist das A und O</span><br />
Einer der aus meiner Sicht wichtigsten Punkte: Entspanne dich! Tu alles, um selbst ruhig und entspannt zu sein, denn deine Stimmung überträgt sich grundsätzlich sehr schnell auf dein autistisches Kind.<br />
Mein Sohn kam mir manchmal vor wie ein Spiegel, der mir meine eigene Laune in zehnfacher Verstärkung zurückgespiegelt hat. War ich leicht angespannt, tobte mein Kind vor Wut. War ich gestresst, riss auch ihm bei jeder Kleinigkeit der Geduldsfaden. <br />
Je ruhiger und entspannter ich war, desto besser schien auch mein Sohn mit allen Herausforderungen des Lebens klarzukommen. <br />
Es lohnt sich also sehr, wenn du besonders gut auf DICH achtest!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8. Hol dir Unterstützung</span><br />
Elternteil sucht Hilfe im Autismuszentrum<br />
Eine professionelle therapeutische Begleitung kann euch vieles erleichtern. Zum einen bekommt dein Kind die Unterstützung, die es braucht – gleiches gilt jedoch auch für Eltern und Angehörige! <br />
Ich habe selbst erlebt, wie wichtig es ist, auf Verständnis zu stoßen. Auch wenn Autismus heutzutage relativ bekannt ist, gibt es dennoch tausende Missverständnisse. Immer wieder wird man als Elternteil mit Vorwürfen konfrontiert, man hätte sein Kind schlecht erzogen. Selbst Lehrer und Erzieher sind davon nicht ausgenommen.<br />
Man plagt sich mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen, dass man in der Erziehung etwas falsch gemacht hat. Vergleicht man dann noch das eigene Kind mit anderen, „normalen“ Kindern, ist das ausgesprochen frustrierend.<br />
Jemand, der dir dann sagt: „Dein Kind ist ein völlig normaler Autist! Sein Verhalten ist absolut typisch.“ ist Gold wert und unglaublich erleichternd.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Aber auch wenn die Diagnose feststeht, haben viele Eltern und Angehörige Schwierigkeiten im Umgang mit dem betroffenen Kind. Das führt sehr oft zu vielen Missverständnissen und Konflikten.<br />
Dieser Artikel soll dir also in erster Linie Hinweise geben,...<br />
... wie du Autismus bei deinem Kind erkennst und <br />
... auf was du im Umgang mit einem autistischen Kind beachten sollst<br />
Damit wird das Leben für euch alle wesentlich leichter und entspannter…<br />
 <br />
Wie du ruhig und gelassen bleibst, auch wenn dich dein Kind gerade nervt<br />
Wie du mit einem Wutanfall deines Kindes richtig umgehst<br />
Wie du es schaffst, dass dein Kind mit dir arbeitet anstatt gegen dich<br />
Und vieles, vieles mehr...<br />
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Was ist Autismus? Eine kurze Einführung<br />
Um gleich mal mit den größten Missverständnissen aufzuräumen:<br />
1<br />
Autismus ist keine Krankheit. Es ist eine Entwicklungsstörung, die sich in sehr vielfältigen Formen, Ausprägungen und Schweregraden zeigt. Daher spricht man auch von einer Autismus-Spektrum-Störung. Je nach Schweregrad gibt es verschiedene Bezeichnungen (siehe „Die 3 häufigsten Formen von Autismus“)<br />
2<br />
Autismus ist nicht heilbar. Es lassen sich lediglich die Symptome und die daraus resultierenden Schwierigkeiten im Alltag „behandeln“ – in Form von Verhaltenstherapien beispielsweise. Die Prognose richtet sich demnach auch sehr individuell nach dem jeweiligen Schweregrad.<br />
3<br />
Autismus ist angeboren. Die Ursachen von Autismus sind nicht hundertprozentig bekannt. Anhand der Zwillingsforschung werden genetische Anlagen vermutet. Sehr selten können auch einige Krankheiten bewirken, dass ein Kind autistische Züge entwickelt (z.B. Tuberöse Sklerose).<br />
Grundsätzlich handelt es sich um eine gestörte Entwicklung der Hirnfunktionen. Betroffen sind in erster Linie die Gehirnbereiche, die für die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zuständig sind.<br />
Trotz der sehr individueller Ausprägungen gibt es etliche Merkmale, die autistische Kinder gemeinsam haben. Kommen wir daher nun zu den Anzeichen einer autistischen Störung:<br />
Wie äußert sich Autismus bei Kindern?<br />
Die folgende Grafik zeigt die üblichen Merkmale und Symptome einer Autismus-Spektrum-Störung: <br />
 <br />
Autismus Kind: Merkmale<br />
Wie gesagt, die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. <br />
Die größten Unterschiede gibt es vermutlich im Bereich der Intelligenz. Während der frühkindliche Autismus meistens mit einer eingeschränkten Intelligenz einhergeht, können Kinder mit Asperger-Autismus sogar hochbegabt sein. <br />
Im letzteren Fall zeigt sich dann sehr oft eine sogenannte Inselbegabung, d.h. eine überdurchschnittliche Begabung in einem bestimmten Bereich. Oft sind das mathematische oder wissenschaftliche Themen, aber auch das ist sehr individuell. So zeigt mein Sohn beispielsweise außerordentliche musikalische sowie sprachliche Fähigkeiten.<br />
Doch nicht jedes Kind, welches gerne alleine spielt oder Blickkontakt meidet, hat deswegen gleich Autismus. Daher möchte ich hier noch etwas genauer auf die einzelnen Merkmale eingehen:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Auffälligkeiten in der Interaktion</span><br />
Autisten meiden in der Regel den direkten Blickkontakt. Das kann mitunter schon bei Babys auffallen. Besonders beim frühkindlichen Autismus zeigen sich schon sehr zeitig gewisse Auffälligkeiten. So kann es sein, dass betroffene Babys kaum oder gar nicht auf ihre Eltern reagieren. „Normale“ Babys beobachten die Eltern, lächeln ca. ab dem 2. Lebensmonat zurück, wenn sie angelächelt werden und zeigen verschiedene Mimiken. <br />
Das ist bei autistischen Babys – je nach Ausprägung – anders. Manche Eltern denken sogar, ihr Kind wäre blind oder hörgeschädigt, weil es nicht auf Interaktionen reagiert oder sogar völlig teilnahmslos wirkt. Dies sollte natürlich ärztlich abgeklärt werden.<br />
Auch in punkto Körperkontakt verhalten sich Autisten anders. Während Babys und Kleinkinder normalerweise die Nähe zu den Eltern suchen, hat man bei autistischen Kindern oft das Gefühl, dass sie sich regelrecht dagegen sträuben. So lassen sie sich beispielsweise nicht beruhigen, wenn sie in den Arm genommen werden oder wehren sich direkt dagegen.<br />
Bei leichteren Formen wie z.B. dem Asperger-Syndrom fallen diese Aspekte oftmals erst später auf, wenn sich der Kontakt nicht mehr nur auf Eltern und Familie beschränkt. <br />
Mehr dazu im nächsten Punkt:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Auffälligkeiten im sozialen Bereich</span><br />
Autistische Kinder spielen oft allein<br />
Alle Kinder mit autistischen Zügen zeigen Auffälligkeiten in Bezug auf soziale Kontakte. Doch auch hier gibt es wieder ein sehr breites Spektrum.<br />
Während die einen überhaupt nicht daran interessiert sind, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, wünschen sich andere autistische Kinder durchaus Freundschaften. Es fällt ihnen allerdings schwer, diese aufzubauen und/oder zu halten. In der Regel haben sie maximal eine/n Freund/in anstatt eines großen Freundeskreises. An diese eine Bezugsperson klammern sie sich dann allerdings sehr intensiv, was wiederum zu Problemen führen kann (z.B. durch Eifersucht).<br />
Je nach Schweregrad bemerken Eltern diese Auffälligkeiten in der Regel erst innerhalb der ersten Lebensjahre. Meistens zeigt es sich, wenn die Kinder in die Kita kommen. Während andere Kinder den Kontakt zu Gleichaltrigen suchen, verhalten sich autistische Kinder diesbezüglich desinteressiert oder sogar aktiv abweisend.<br />
<span style="font-family: 'Segoe UI Symbol', sans-serif;" class="mycode_font">➡</span>️ Eigenes Beispiel<br />
 <br />
(Die Autorin dieses Artikels ist Mutter eines inzwischen 23-jährigen Sohnes mit Asperger-Autismus.)<br />
Obwohl mein Sohn „nur“ vom Asperger-Syndrom betroffen ist, fiel mir relativ früh auf, dass er anders war als andere Kinder. Ich ging mit ihm von Anfang an einmal monatlich zum „Babytreffen“. Während sich die anderen Babys mehr oder weniger neugierig beäugten, schrie meiner aus Leibeskräften, sobald eines der anderen Kinder zappelte oder ein Geräusch von sich gab. Er ließ sich dann auch nicht wieder beruhigen.<br />
In der Annahme, er wäre es lediglich nicht gewohnt, unter Kindern zu sein, besuchte ich ab dem 8. Monat mit ihm wöchentlich eine Krabbelgruppe. Doch auch dort geschah das Gleiche. Kaum war er im Raum mit den anderen Kleinkindern, krallte er sich an mir fest und brüllte so lange, bis wir nach ca. 1 Stunde wieder gingen. Das wiederholte sich Woche für Woche. Die Leiterin der Gruppe sagte, so etwas hätte sie noch nie erlebt…<br />
Erst mit 2 Jahren besserte sich die Situation plötzlich, als er merkte, dass er den anderen Kindern einfach aus dem Weg gehen konnte. So konnte er dann sogar die Kita besuchen, wo er meistens für sich alleine spielte und zunächst als ruhiges, zurückhaltendes und liebes Kind geschätzt wurde.<br />
Sobald also auffällt, dass sich das Kind Gleichaltrigen gegenüber anders verhält als andere Kinder, sollte die Möglichkeit einer Autismus-Störung in Betracht gezogen werden.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Emotionale Besonderheiten</span><br />
Im Bereich der Emotionen zeigen sich bei Autisten zwei Auffälligkeiten: <br />
1<br />
Ihr Emotions-Spektrum ist stark reduziert. D.h., sie wirken entweder sehr emotionslos (verträumt, in-sich-gekehrt, teilnahmslos) oder zeigen nur wenige, dafür aber sehr extreme Gefühlslagen und haben diese dann nur schwer oder gar nicht unter Kontrolle.<br />
2<br />
Sie sind nicht in der Lage, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen, nachzuvollziehen oder darauf Rücksicht zu nehmen (= fehlende Empathie-Fähigkeit)<br />
Auch hier hängt die Ausprägung wiederum vom Schweregrad der Störung ab. <br />
<span style="font-family: 'Segoe UI Symbol', sans-serif;" class="mycode_font">➡</span>️ Eigenes Beispiel<br />
Mein Sohn gehört zur Sorte „extreme Emotionen“, die er nur schwer kontrollieren kann. Er empfindet nach meiner Interpretation 3 Gefühle: Freude, Trauer und Wut. Sämtliche anderen Abstufungen von Emotionen gliedern sich dort ein. <br />
Das heißt, dass er beispielsweise schon als Baby entweder aus voller Kraft brüllte oder eben nicht. Zwischenphasen wie Schmollen, Wimmern, leichtes Weinen etc. gab es nicht. Auch wechselten die Gefühle von einer Sekunde auf die andere. Er lag entspannt da, im nächsten Moment schrie er aus Leibeskräften. War seine Welt wieder in Ordnung, wechselte seine Stimmung genauso abrupt zurück.<br />
Auch später blieb das so. Die Ausdrucksweise „himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“ (alternativ „rasend vor Wut“) beschreibt es ziemlich treffend.<br />
 <br />
Diese extrem stark empfundenen Gefühle zeigen sich auch darin, dass Autisten oft sehr empfindlich auf Geräusche, Gerüche, Geschmack, Schmerzen, Berührungen etc. reagieren. So werden viele autistische Kinder gleichzeitig als hochsensible Kinder eingestuft. Allerdings reagieren sie nicht immer gleich auf ähnliche Reize – während das Ticken einer Uhr als unerträglich empfunden werden kann, stört gleichzeitig der Fernseher auf voller Lautstärke überhaupt nicht.<br />
Allen Autisten gemein ist die fehlende Empathie. Dadurch wird ihnen oft unterstellt, sie wären egoistisch, rücksichtslos oder schlimmeres. Doch die Wahrheit ist: Sie KÖNNEN es einfach nicht. Jedoch führt das häufig zu Mobbing in der Schule.<br />
Sie erkennen z.B. weder anhand Mimik und Gestik noch an Sprache und Tonfall, welches Gefühl ihr Gegenüber gerade hat. Mit der Zeit lernen sie, z.B. Lachen als Freude und Weinen als Trauer zu deuten, doch schon wenn jemand vor Freude weint, sind sie hochgradig verwirrt.<br />
Darüber hinaus projizieren Autisten ihre eigenen Gefühle auf das gesamte Umfeld. So kommt es vor, dass z.B. sämtliche Familienmitglieder am Frühstückstisch von dem autistischen Kind angeschrien werden, nur weil es sich gerade die Zunge am Kakao verbrannt hat. Dabei ruhig und verständnisvoll zu bleiben, ist zugegebenermaßen eine Herausforderung!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Verhaltensauffälligkeiten</span><br />
Autistische Kinder verhalten sich oftmals anders als andere Kinder. Je stärker die Ausprägung der Störung, desto auffälliger wird das. So zeigen Kinder mit frühkindlichem Autismus oft stereotypes Verhalten (endloses Wiederholen bestimmter Handlungen). Auch Tics und Zwangshandlungen können vorkommen. Manche Kinder neigen sogar zu Selbstverletzung, indem sie sich beispielsweise selbst blutig beißen oder kratzen.<br />
Bei leichteren Formen fällt auf, dass die Kinder zum Teil ungewöhnliche Interessen haben oder sich für ein „normales“ Thema ungewöhnlich intensiv interessieren. Sie hatte mein Sohn z.B. seine Dinosaurierphase, die dazu führte, dass er mit 4 Jahren ca. 300 Dinosaurierarten mit Namen sowie Bestimmungsmerkmalen auswendig kannte.<br />
 <br />
Das Spielverhalten autistischer Kinder ist ebenfalls auffällig. Sie bevorzugen in der Regel alles, was man alleine spielen kann. Rollen- und Fantasiespiele kommen eher nicht vor. Oft ist ihr Spielverhalten eher „wissenschaftlich“ – sie interessieren sich meistens mehr für einzelne Details oder Zahlen und Fakten (siehe Dinosaurierbeispiel).<br />
Weiterhin typisch für Autisten ist das Festhalten an Gewohnheiten und Routinen. Auch dies steigert sich oft bis zum Fanatismus und ein Abweichen davon führt nicht selten zu Wutanfällen oder totaler Verzweiflung. Dies kann sehr extreme Ausmaße annehmen. So bekam mein Sohn beispielweise regelmäßig Tobsuchtsanfälle, wenn die Käsescheibe zu schmal war und nicht exakt auf den Toast passte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Sprachliche Besonderheiten</span><br />
Kinder mit Autismus verstehen keine Redewendungen<br />
Gehirn-Scans von Autisten zeigen Auffälligkeiten in den Bereichen, die für die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zuständig sind. So verwundert es nicht, dass autistische Kinder sprachliche Besonderheiten aufweisen. Diese zeigen sich natürlich erst mit zunehmendem Alter.<br />
 <br />
So sind Kinder mit frühkindlichem Autismus in der Regel in ihrer Sprachentwicklung verzögert, sprechen gar nicht oder zeigen deutliche Auffälligkeiten. Sie wiederholen z.B. einzelne Wörter oder Sätze immer und immer wieder (Echolalie). Mitunter ist es schwierig bis unmöglich, mit ihnen eine normale Unterhaltung zu führen.<br />
Bei den leichteren Autismus-Formen fällt auf, dass oft ungewöhnliche Wörter oder eigene Wort- und Satzkreationen verwendet werden. Auch wirkt die Sprache autistischer Kinder oft sehr „gewählt“, steif oder fast schon wissenschaftlich. Gleichzeitig ecken sie dann wieder mit unpassenden Äußerungen wie Schimpfwörtern oder ähnlichem an. Ein autistisches Kind versteht nicht, weshalb Gleichaltrige über ein Schimpfwort lachen, während sich Eltern und Erzieher darüber aufregen!<br />
Sehr auffällig und allen Autisten gemeinsam ist, dass sie Witze, Ironie und Metaphern nicht verstehen und ALLES wörtlich nehmen. Das führt regelmäßig zu Missverständnissen.<br />
<span style="font-family: 'Segoe UI Symbol', sans-serif;" class="mycode_font">➡</span>️ Eigenes Beispiel<br />
Mein Sohn war in der 3. Klasse und schaute zu Hause eine Kinderserie. Darin sagte ein Junge zu seinem Freund: „Ich muss jetzt nach Hause. Meine Mutter bringt mich um, wenn ich schon wieder zu spät komme.“<br />
Mein Sohn fragte mich völlig entsetzt, weshalb die Mutter ihren Sohn umbringen würde, nur weil er zu spät kommt. Ich erklärte ihm, dass es nur eine Redensart ist um auszudrücken, dass sie dann sehr sauer auf ihn wäre.<br />
Als sich mein Sohn einige Tage später in der Schule über seine Lehrerin ärgerte, warf er ihr an den Kopf, er würde sie umbringen. Ich wurde zur Aussprache geladen und musste erklären, weshalb er so etwas äußert…<br />
Wie du siehst, zeigen Autisten relativ viele Auffälligkeiten, auch wenn sie mal mehr und mal weniger deutlich auftreten.<br />
Grundsätzlich gilt: Solltest du eines oder mehrere dieser Anzeichen bei deinem Kind beobachten, besteht zumindest der Verdacht auf Autismus …<br />
Ich glaube, mein Kind ist autistisch – was nun?<br />
Hast du den Verdacht, dass dein Baby oder (Klein-) Kind autistische Züge haben könnte, lass es unbedingt abklären. Bestätigt sich deine Vermutung nicht, ist das immer noch besser als ein unerkannter Autismus. Denn je eher dein Kind die passende Unterstützung (und vor allem Verständnis) bekommt, desto besser sind die Entwicklungsprognosen.<br />
Sprich zunächst mit dem Kinderarzt über deine Vermutung. Er wird dich zu einem Kinderpsychologen überweisen. Ich rate, darauf zu achten, dass sich der Psychologe mit Autismus auskennt. Es gibt spezielle Autismuszentren, an die du dich wenden kannst. Grundsätzlich gilt:<br />
Du kennst dein Kind am besten und wenn du den Verdacht hast, es könnte Autismus haben, geh der Sache auf den Grund!<br />
Der Umgang mit einem autistischen Kind<br />
Das Wichtigste, was du im Umgang mit Autisten beachten solltest, ist Verständnis zu haben für ihre Besonderheiten. Und gleichzeitig ist es auch das Schwierigste…<br />
 <br />
Im Gegensatz zu anderen Entwicklungsstörungen oder körperlichen Einschränkungen ist Autismus nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Besonders Asperger-Autisten mit normaler Intelligenz oder gar einer Hochbegabung werden häufig missverstanden. Es wird von ihnen erwartet, dass sie sich „normal“ benehmen, da man den Autismus nun mal nicht sehen kann.<br />
 <br />
Selbst als Mutter habe ich mich oft gefragt, warum mein Kind manche Dinge einfach nicht versteht. Mir hat es sehr geholfen, als ich in einer TV-Reportage die Aufnahmen von Gehirn-Scans von Autisten gesehen habe und dort tatsächlich Auffälligkeiten erkennbar waren. Zum ersten Mal war es für mich SICHTBAR, dass mein Sohn nichts dafür kann, dass er so ist, wie er ist.<br />
 <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mach dir also immer wieder bewusst:</span><br />
 <br />
Dein autistisches Kind ist weder dumm noch schlecht erzogen. Es will dich nicht absichtlich ärgern. Es ist nicht egoistisch oder bösartig. Es ist ein wundervoller Mensch mit einem kleinen „Programmierfehler“ im Gehirn. Punkt.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8 bewährte Praxis-Tipps im Umgang mit Autisten</span><br />
Diese 8 Praxis-Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung helfen dir, wenn du Schwierigkeiten im Umgang mit deinem autistischen Kind hast: <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Logische Regeln mit viel Freiraum</span><br />
Ersichtliche Regeln<br />
Autisten finden sich besser zurecht, wenn es klare Regeln und Strukturen gibt. Diese müssen allerdings verständlich sein und es muss sich IMMER daran gehalten werden. Gelten beispielweise für Geschwisterkinder andere Regeln, dann wird sich dein kleiner Autist sofort dagegen auflehnen. Auch eine EINZIGE Ausnahme kann dazu führen, dass dein Kind die Regel ab sofort nicht mehr anerkennt.<br />
Darüber hinaus rate ich dazu, einem autistischen Kind so viel Freiraum zu lassen wie möglich. Lass es sich mit den Dingen beschäftigen, mit denen es sich beschäftigen will. Lass es so viel wie möglich alleine entscheiden, sofern es dazu in der Lage ist. Und lass es lieber natürliche Konsequenzen spüren als es zu bestrafen (siehe Punkt 3).<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Klare Kommunikation</span><br />
Autistische Kinder benötigen eine sehr klare und deutliche Kommunikation. Sie verstehen keine Ironie, keine Sprichwörter oder Andeutungen. Sie nehmen ALLES wörtlich.<br />
Achte daher sehr genau darauf, was du zu deinem Kind sagst. Es nimmt auch sehr schnell alles persönlich!<br />
Gerade wenn es um Emotionen geht, ist Kommunikation extrem wichtig. Dein autistisches Kind erkennt nicht, ob du gerade traurig, müde, wütend, enttäuscht etc. bist. Selbst wenn du krank bist und deine Ruhe brauchst, kann das ein Autist nicht erkennen. Du musst es ihm erklären!<br />
 <br />
Je mehr du mit deinem autistischen Kind sprichst und ihm deine eigenen Gefühle erklärst, desto besser. Vor allem Asperger-Autisten lernen dadurch über den Verstand, die Emotionen anderer Menschen zu erkennen und zu verstehen. Außerdem förderst du dadurch auch die Sprachentwicklung deines Kindes.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Vergiss Belohnung und Strafe</span><br />
Belohnen und bestrafen funktioniert bei Autisten in der Regel NICHT. Autisten verhalten sich immer aus ihrer eigenen Gefühlslage heraus. Sind sie z.B. wütend und schreien herum, dann wird sie die Androhung einer Strafe nur noch wütender machen. Den Gedankengang „wenn ich mich zusammenreiße, vermeide ich die Strafe“ können sie nicht umsetzen. Besser ist es, sie „austoben“ zu lassen und hinterher in Ruhe darüber zu sprechen.<br />
Der Ansatz der bedürfnisorientierten Erziehung ist für Autisten daher meiner Erfahrung nach äußerst hilfreich. Wahrscheinlich merkst du sowieso recht schnell, dass die klassischen Erziehungsmethoden bei einem autistischen Kind nicht funktionieren.<br />
Ein Autist freut sich über die Belohnung und ärgert sich über die Strafe – kann jedoch beides nicht mit dem eigenen Verhalten in Verbindung bringen!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Probier’s mal mit Gelassenheit</span><br />
Autistisches Kind ist sehr genau<br />
Wenn ich durch meinen Sohn etwas gelernt habe, dann ist es Gelassenheit! Und die Fähigkeit, mich seinen Besonderheiten anzupassen…<br />
Wenn er ein und denselben Film zum 12. Mal mit mir anschauen wollte, hab ich es über mich ergehen lassen. Wenn er vor Wut auf einen Tisch eingeprügelt hat, weil er sich daran gestoßen hatte, hab ich nur seufzend zugeschaut. Wenn er monatelang jeden Tag Salamibrot essen wollte, hat er das bekommen. (Autisten haben oft sehr spezielle Ernährungsgewohnheiten.) Und so weiter…<br />
Sehr oft wurde mir vorgeworfen, mein Kind wäre einfach nur verwöhnt. Vielleicht kennst du das auch. Lass dich davon nicht verunsichern. Du kennst dein Kind am besten und weißt, dass es besondere Eigenarten hat, die nichts mit deiner Erziehung zu tun haben.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Vorsicht bei Veränderungen</span><br />
Autisten fällt es schwer, mit Veränderungen klarzukommen. Wenn gewohnte Abläufe unterbrochen werden, haben sie große Schwierigkeiten, das zu akzeptieren. Vor allem, wenn ihre eigenen Rituale und Gewohnheiten gestört werden, reagieren sie oft mit extremen Wutanfällen.<br />
Versuche daher, soweit es geht, Veränderungen zu vermeiden oder vorher rechtzeitig anzukündigen und vor allem zu erklären! <br />
Stelle einen Autisten möglichst NIE vor vollendete Tatsachen.<br />
Und das betrifft auch Kleinigkeiten. Wenn es die einzige Käsesorte nicht gab, die dein Kind isst, leg ihm nicht einfach eine andere Sorte aufs Brot in der Hoffnung, er/sie wird es nicht merken. Der Wutanfall ist vorprogrammiert!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. In die Gefühlswelt eintauchen</span><br />
Versuche immer wieder, die Gefühlswelt deines Kindes zu verstehen. Warum ist es gerade wütend? Warum ist es traurig? Akzeptiere diese Gefühle, auch wenn du es vielleicht nicht nachvollziehen kannst. Sätze wie „Das ist doch nicht so schlimm!“ frustrieren dein Kind. Für ihn/sie ist es schlimm!<br />
Und mach dir immer wieder klar, dass dein Kind die Gefühle anderer nicht verstehen KANN. Es ist nicht egoistisch! Es kann einfach nicht anders. Es kann keine Rücksicht nehmen auf die Gefühle anderer, weil es diese gar nicht wahrnimmt. Daher kann es auch sein Verhalten nicht dementsprechend anpassen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Entspannung ist das A und O</span><br />
Einer der aus meiner Sicht wichtigsten Punkte: Entspanne dich! Tu alles, um selbst ruhig und entspannt zu sein, denn deine Stimmung überträgt sich grundsätzlich sehr schnell auf dein autistisches Kind.<br />
Mein Sohn kam mir manchmal vor wie ein Spiegel, der mir meine eigene Laune in zehnfacher Verstärkung zurückgespiegelt hat. War ich leicht angespannt, tobte mein Kind vor Wut. War ich gestresst, riss auch ihm bei jeder Kleinigkeit der Geduldsfaden. <br />
Je ruhiger und entspannter ich war, desto besser schien auch mein Sohn mit allen Herausforderungen des Lebens klarzukommen. <br />
Es lohnt sich also sehr, wenn du besonders gut auf DICH achtest!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8. Hol dir Unterstützung</span><br />
Elternteil sucht Hilfe im Autismuszentrum<br />
Eine professionelle therapeutische Begleitung kann euch vieles erleichtern. Zum einen bekommt dein Kind die Unterstützung, die es braucht – gleiches gilt jedoch auch für Eltern und Angehörige! <br />
Ich habe selbst erlebt, wie wichtig es ist, auf Verständnis zu stoßen. Auch wenn Autismus heutzutage relativ bekannt ist, gibt es dennoch tausende Missverständnisse. Immer wieder wird man als Elternteil mit Vorwürfen konfrontiert, man hätte sein Kind schlecht erzogen. Selbst Lehrer und Erzieher sind davon nicht ausgenommen.<br />
Man plagt sich mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen, dass man in der Erziehung etwas falsch gemacht hat. Vergleicht man dann noch das eigene Kind mit anderen, „normalen“ Kindern, ist das ausgesprochen frustrierend.<br />
Jemand, der dir dann sagt: „Dein Kind ist ein völlig normaler Autist! Sein Verhalten ist absolut typisch.“ ist Gold wert und unglaublich erleichternd.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Warum gibt es immer mehr Autismus-Diagnosen?]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=249</link>
			<pubDate>Sun, 06 Aug 2023 06:40:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=249</guid>
			<description><![CDATA[Die Zahl der diagnostizierten Fälle von Menschen mit Autismus steigt seit Jahren an. Eine neue Studie aus den USA zeigt, dass vor allem Kinder betroffen sind. Auch Hausarztpraxen sind mittlerweile für das Thema sensibilisiert.Weltweit werden immer mehr Autismus-Spektrum-Störungen gemeldet. Derzeit wird eine weltweite Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) von 0,6 bis einem Prozent angenommen. Der Trend zeigt sich auch hier: Eine neue Studie aus den USA, die jetzt im Fachblatt "Pediatrics" erschienen ist, legt dar, dass rund um die Metropole New York die Diagnosen von Autismus-Spektrum-Störungen um 500 Prozent gestiegen sind. Der höchste Anstieg in dieser Studie war bei Kindern zu verzeichnen. Woran liegt das?<br />
<br />
<a href="https://www.scinexx.de/news/psychologie/usa-mehr-autismus-diagnosen-als-je-zuvor/" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.scinexx.de/news/psychologie/...-je-zuvor/</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Zahl der diagnostizierten Fälle von Menschen mit Autismus steigt seit Jahren an. Eine neue Studie aus den USA zeigt, dass vor allem Kinder betroffen sind. Auch Hausarztpraxen sind mittlerweile für das Thema sensibilisiert.Weltweit werden immer mehr Autismus-Spektrum-Störungen gemeldet. Derzeit wird eine weltweite Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) von 0,6 bis einem Prozent angenommen. Der Trend zeigt sich auch hier: Eine neue Studie aus den USA, die jetzt im Fachblatt "Pediatrics" erschienen ist, legt dar, dass rund um die Metropole New York die Diagnosen von Autismus-Spektrum-Störungen um 500 Prozent gestiegen sind. Der höchste Anstieg in dieser Studie war bei Kindern zu verzeichnen. Woran liegt das?<br />
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<a href="https://www.scinexx.de/news/psychologie/usa-mehr-autismus-diagnosen-als-je-zuvor/" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.scinexx.de/news/psychologie/...-je-zuvor/</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[US-StudieForscher warnen vor Autismus-Risiko durch Leitungswasser]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=248</link>
			<pubDate>Sun, 06 Aug 2023 06:38:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Trinkwasser enthält viele Mineralien, die gesund sind. Auch das Leichtmetall Lithium, das in der Medizin gegen psychische Erkrankungen wie Depressionen zum Einsatz kommt. Wissenschaftler haben nun einen Zusammenhang zwischen Autismus und zu hohen Konzentrationen davon im Leitungswasser festgestellt.<br />
<br />
<br />
<a href="https://www.focus.de/gesundheit/news/neue-studie-forscher-warnen-vor-autismus-risiko-durch-leitungswasser_id_191457988.html" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.focus.de/gesundheit/news/neu...57988.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Trinkwasser enthält viele Mineralien, die gesund sind. Auch das Leichtmetall Lithium, das in der Medizin gegen psychische Erkrankungen wie Depressionen zum Einsatz kommt. Wissenschaftler haben nun einen Zusammenhang zwischen Autismus und zu hohen Konzentrationen davon im Leitungswasser festgestellt.<br />
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<a href="https://www.focus.de/gesundheit/news/neue-studie-forscher-warnen-vor-autismus-risiko-durch-leitungswasser_id_191457988.html" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.focus.de/gesundheit/news/neu...57988.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mehr Autismus-Fälle bei Kindern]]></title>
			<link>https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=247</link>
			<pubDate>Sun, 06 Aug 2023 06:36:51 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.autism4all.at/member.php?action=profile&uid=1">Andi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.autism4all.at/showthread.php?tid=247</guid>
			<description><![CDATA[Einer Studie im Fachblatt „Pediatrics“ zufolge sind die Fälle von Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) in der Metropolregion New York-New Jersey zwischen 2000 und 2016 um bis zu 500 Prozent gestiegen (siehe Primärquelle). Der höchste Anstieg war demnach bei autistischen Kindern ohne geistige Behinderung zu verzeichnen. Den Grad der kognitiven Einschränkung bestimmten die Forschenden anhand des Intelligenzquotienten. Als Datengrundlage diente das Autism and Developmental Disabilities Monitoring Network (ADDM) der US-Gesundheitsbehörde CDC [I].<br />
<a href="https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/research-in-context/details/news/mehr-autismus-faelle-bei-kindern/" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.sciencemediacenter.de/alle-a...i-kindern/</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Einer Studie im Fachblatt „Pediatrics“ zufolge sind die Fälle von Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) in der Metropolregion New York-New Jersey zwischen 2000 und 2016 um bis zu 500 Prozent gestiegen (siehe Primärquelle). Der höchste Anstieg war demnach bei autistischen Kindern ohne geistige Behinderung zu verzeichnen. Den Grad der kognitiven Einschränkung bestimmten die Forschenden anhand des Intelligenzquotienten. Als Datengrundlage diente das Autism and Developmental Disabilities Monitoring Network (ADDM) der US-Gesundheitsbehörde CDC [I].<br />
<a href="https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/research-in-context/details/news/mehr-autismus-faelle-bei-kindern/" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.sciencemediacenter.de/alle-a...i-kindern/</a>]]></content:encoded>
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